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Radon

 

Was ist Radon?

Radon, genauer Radon-222, ist natürliches radioaktives Gas, das geruch- und farblos ist. Quelle dieses Edelgases ist das in der Erdrinde überall enthaltene Radium, ein Metall, das wiederum durch Zerfall von Uran entsteht. Die physikalische Halbwertszeit von Radon beträgt 3,8 Tage, die biologische nur 20 bis 30 Minuten. Das heisst, dass die Hälfte des Radons nach dieser Zeit vom Körper ausgeschieden ist. Schon nach wenigen Stunden ist kein Radon mehr im Körper nachweisbar.

Bei der Diskussion um ein radonverursachtes Risiko geht es eigentlich nicht um das Edelgas selbst, sondern um seine „Töchter“: Radon zerfällt wiederum in eine Reihe kurzlebiger Folgeprodukte, in Polonium, Wismut und Blei. Sie können zum Teil im Körper haften bleiben, während Radon als Edelgas keine chemischen Verbindungen im Organismus eingeht. Es zerfallen jedoch nur ein bis zwei Prozent des Radons im Körper, so dass der Anteil der Folgeprodukte sehr klein ist.[ad]

Die besondere biologische Wirkung des Radons beruht auf den ausserordentlichen energiereichen Alphastrahlen, die beim Zerfall entstehen. Es reichen deshalb schon sehr niedrige Dosen aus, um einen Effekt zu erzielen.

Radon ist überall in der Erdrinde und in der Luft enthalten. Die Radonwerte sind regional sehr unterschiedlich und dort besonders hoch, wo viel uranhaltiges Gestein vorkommt und der Boden sehr gasdurchlässig ist. Das ist zum Beispiel im Erzgebirge, im Fichtelgebirge, im Thüringer Wald, in der Oberpfalz und im Bayerischen Wald der Fall. Ist Quellwasser von viel Radongas im Erdreich umgeben, kann es ebenfalls radonhaltig sein . Auch in Häusern und Wohnungen tritt Radon auf, abhängig davon, wie dicht der Gebäudeuntergrund ist.

Jeder Mensch nimmt über die Atemluft und Nahrung natürliche radioaktive Stoffe auf. Durchschnittlich ist man in Deutschland einer natürlichen Strahlung von 2,4 mSv (Milli-Sievert) im Jahr ausgesetzt. Davon macht das Radon über die Hälfte aus, nämlich 1,4 mSv. Mit der Dosiseinheit Sievert (Sv) wird die biologische Wirkung der Strahlung im Körper gemessen. Diese hängt von der Strahlungsart und er Anfälligkeit des betroffenen Körpers ab.

Wo tritt Radon auf?
Radon ist überall in der Erdrinde und in der Luft enthalten. Die Radonwerte sind regional sehr unterschiedlich und dort besonders hoch, wo viel uranhaltiges Gestein vorkommt und der Boden sehr gasdurchlässig ist. Das ist zum Beispiel im Erzgebirge, im Fichtelgebirge, im Thüringer Wald, in der Oberpfalz und im Bayerischen Wald der Fall. Ist Quellwasser von viel Radongas im Erdreich umgeben, kann es ebenfalls radonhaltig sein. Auch in Häusern und Wohnungen tritt Radon auf, abhängig davon, wie dicht der Gebäudeuntergrund ist.

Jeder Mensch nimmt über die Atemluft und Nahrung natürliche radioaktive Stoffe auf. Durchschnittlich ist man in Deutschland einer natürlichen Strahlung von 2,4 mSv (Milli-Sievert) im Jahr ausgesetzt. Davon macht das Radon über die Hälfte aus, nämlich 1,4 mSv. Mit der Dosiseinheit Sievert (Sv) wird die biologische Wirkung der Strahlung im Körper gemessen. Diese hängt von der Strahlungsart und er Anfälligkeit des betroffenen Körpers ab.

Zu der natürlichen Strahlung kommt die Strahlung aus zivilisatorischen Quellen, die einen Durchschnittswert von 1,6 mSv ergibt. Diese Belastung geht vorwiegend auf den medizinischen Bereich zurück, vor allem auf Röntgenaufnahmen.

Die biologischen Wirkungen
Bei der ionisierenden Strahlung (Radioaktivität) wird Energie übertragen, die – abhängig von der Dosis – im Körper bestimmte Veränderungen in den Zellen hervorruft. Die Strahlen-Experten sind sich einig, dass radioaktive Strahlung in hohen Dosen Krebs auslösen kann oder Ungeborene im Mutterleib schädigt. Doch Uneinigkeit besteht bei der Frage: Wie hoch ist das gesundheitliche Risiko bei sehr niedrig dosierter Strahlung?

Es gibt gesicherte Hinweise aus Tierexperimenten und Bevölkerungsstudien, dass Radioaktivität in geringen Dosen bis zu einem Schwellenwert sogar gesundheitsfördernd sein kann. Die Balneologen gehen davon aus, dass niedrig dosierte Strahlung im Organismus einen kurzen Reiz setzt, der Zellen und Organe stimuliert. Dieser positive Effekt von in grossen Mengen gesundheitsschädigenden Stoffen, wenn sie in nur kleinen Mengen verabreicht werden, wird auch Hormesis (hormao = griech. anregen, ermuntern) genannt. Diese Hormesis-Theorie steht der Theorie einer linearen Dosis-Wirkungs-Beziehung ohne Schwellenwert, wie vom Strahlenschutz vertreten, gegenüber. Das Bundesamt für Strahlenschutz vertritt aus reinen Vorsichtsgründen den Standpunkt, das radioaktive Strahlung auch in sehr geringen Dosen noch gefährlich sein könnte. Dies ist allerdings eine rein rechnerische Annahme – bisher ist keine gesundheitliche Gefährdung durch Radioaktivität in geringen Mengen nachgewiesen worden.

Balneologen schreiben dem radioaktiven Edelgas in niedrigen Dosen entzündungshemmende und schmerzlindernde Effekte zu. Mittlerweile gibt es dafür auch zahlreiche Hinweise aus der Grundlagenforschung:

* Die Reparaturkapazität der Zellen für Schäden des Erbgutes wird durch die Alpha-Strahlung verbessert. Jede Zelle ist von Natur aus befähigt, Funktionsstörungen bis hin zu bösartigen Entartungen zu erkennen und rechtzeitig zu beseitigen. Werden Zellen zunächst niedrigerer Strahlung ausgesetzt, bleiben die sonst üblichen Schäden der höheren Strahlendosen aus.

* Radon bzw. seine Folgeprodukte lagern sich in fettreichen Geweben an, vor allem in der Nebennierenrinde und im Zentralnervensystem. Das könnte eine gesteigerte Hormonproduktion zur Folge haben. So wird der schmerzlindernde Effekt einer Radonkur u.a. auf die Ausschüttung von Endorphinen (körpereigene schmerzlindernde Stoffe) zurückgeführt.

* Das Immunsystem wird positiv beeinflusst: Bei Patienten mit Morbus Bechterew und degenerativen Gelenkleiden hat sich durch Radontherapie die anfangs erniedrigte Aktivität von Abwehrzellen normalisiert.

* Die Produktion von Radikalenfängern wird erhöht. Sie machen freie Radikale unschädlich – zerstörerische Stoffwechselprodukte,die u.a. auch bei rheumatischen Prozessen eine wesentliche Rolle spielen.

Radon in der Therapie
Baden, trinken, inhalieren – das sind die drei verschiedenen Formen der Radontherapie, wie sie heute in den Heilbädern innerhalb von drei- bis vierwöchigen Kuren durchgeführt wird.

1. Bei Wannenbädern im radonhaltigen Wasser gelangt das Edelgas über die Haut in den Körper.

2. Bei einer Kur im Heilstollen atmen die Patienten die radonhaltige Luft ein. Sind die Patienten nicht bekleidet, wird Radon gleichzeitig auch über die Haut aufgenommen. In Badeorten mit radonhaltigen Quellen können die aufsteigenden Gase auch abgefangen und den Patienten über Hauben zum Inhalieren oder in Kabinen als Dunstbad zugeführt werden.

3. Bei den Trinkkuren mit radonhaltigem Wasser nimmt der Blutkreislauf Radon über den Magen-Darmtrakt auf.

Strahlenrisiko?
Schon vor hundert Jahren machte die „Schneeberger Krankheit“ von sich reden: Bergleute im Erzgebirge, die Untertage über viele Jahre hohen Radonkonzentrationen ausgesetzt waren, starben früh an Lungenkrebs. Inzwischen haben Untersuchungen einen eindeutigen Zusammenhang zwischen hohen Radondosen und Lungenkrebs ermittelt. Aufgrund dieser Daten wird in Verbindung mit rein mathematischen Modellen ein mögliches Tumorrisiko auch bei einer Radontherapie diskutiert. Andere Krebsarten im Zusammenhang mit Radon schliessen die Experten aus.

Es ist jedoch zu beachten, dass es sich bei einer Radontherapie im Stollen um bis zu tausendfach niedrigere Werte als in den Bergwerken handelt. Zum Vergleich: Während die Bergleute über Jahre hinweg Dosen bis zu mehreren Sv (Sievert, s. Frage 2) ausgesetzt waren, rechnet man bei einer dreiwöchigen Heilstollenkur mit höchstens 8-9 mSv (Millisievert). Das entspricht etwa einer Röntgenuntersuchung des Magens. Bei einer Badekur summiert sich der Wert sogar nur auf 1 mSv. Eine Radontherapie stellt demnach eine Belastung dar, die in der normalüblichen Streuung untergeht, so die Experten.

Die Daten aus dem Bergbau lassen sich auch deshalb nicht auf eine Radonkur übertragen, weil die Luft in den Bergwerken im Unterschied zum Heilstollen mit anderen Lungenkrebs erzeugenden Schadstoffen belastet ist, wie z.B. Arsen oder Dieselabgasen. Zudem ist der Raucheranteil – etwa jeder 10. rauchende Bergmann bekommt Lungenkrebs – unter den Bergleuten überdurchschnittlich hoch. Berücksichtigt man diese Faktoren, ist selbst bei der pessimistischen Annahme einer linearen Dosis-Wirkungs-Beziehung ohne Schwellenwert (s. Frage 3), wie sie der Strahlenschutz aus reinen Vorsichtsgründen vertritt, das Lungenkrebs-Risiko einer Radontherapie vernachlässigbar klein.

Auch bei erhöhten Radonkonzentrationen in Wohnungen wird das Risiko von Lungenkrebs diskutiert. Bisher konnte jedoch in Bevölkerungsstudien ein solcher Zusammenhang nicht eindeutig nachgewiesen werden. Es liegen im Gegenteil Untersuchungen vor, die einen gerade umgekehrten Zusammenhang nahelegen, nämlich eine verminderte Tumorhäufigkeit und eine höhere Lebenserwartung in Regionen mit höheren Radonkonzentrationen.

Indikationen für eine Radon-Kur
Im Laufe der fast hundertjährigen dokumentierten Erfahrung mit der Radontherapie haben sich einige Krankheitsbilder herauskristallisiert, bei denen sich die Radonkur als spezifisch wirksam erwiesen hat. Das sind

* Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises, allen voran die Bechterew`sche-Krankheit (Morbus Bechterew), aber auch chronische Polyarthritis (Rheumatoide Arthritis), Arthrose und bestimmte Formen des Weichteilrheumatismus;

* Erkrankungen der Atemwege, wie Asthma bronchiale oder chronische Bronchitis;

* Hautkrankheiten, wie Schuppenflechte (Psoriasis) und Sklerodermie.

Bei diesen chronischen Krankheiten kann zwar auch das Radon keine Heilung bringen, aber wesentlich zur Linderung der Beschwerden beitragen. Um die Lebensqualität der Patienten dauerhaft zu verbessern, kann eine Wiederholung der Kur alle ein bis drei Jahre angezeigt sein.

Gegenindikationen
Menschen mit bösartigen oder akuten entzündlichen Erkrankungen sowie einer Überfunktion der Schilddrüse sollten sich keiner Radonkur unterziehen. Kinder und Schwangeren ist ebenfalls abzuraten. Herz-Kreislauf-Krankheiten können eventuell ein Problem darstellen, das der verordnende Arzt abklären muss. Im Heilstollen darf man nicht unter Platzangst leiden.

Radon und Wissenschaft
Schon seit Jahrhunderten geniessen einige heisse Quellen, z.B. auf Ischia oder in Bad Gastein, den Ruf besonderer Heilkraft. Wurde bis dahin ein „Brunnengeist“ für die heilsame Wirkung verantwortlich gemacht, entdeckten Forscher 1904 das Radon als wirksamen Bestandteil der Quellen.

* Die Radontherapie ist inzwischen in einigen klinischen Studien an Patienten wissenschaftlich untersucht worden – mit positivem Ergebnis. Bei allen Untersuchungen fällt auf, dass die therapeutische Wirkung des Radons mehrere Monate anhält. In genau kontrollierten Doppelblindstudien, bei denen weder die Patienten noch die untersuchenden Ärzte wussten, welcher Patient Radon erhielt und welcher nicht, wurde seine therapeutische Wirksamkeit erhärtet.

Hier zwei Beispiele:

* An 60 Patienten mit chronischer Polyarthritis, die sich einer 4-wöchigen stationären Rehabilitation mit med. Bädern, Krankengymnastik u.a. Behandlungen unterzogen, konnte gezeigt werden, dass radonhaltige Kohlensäurebäder besser wirken als radonfreie. Die Patienten, die mit Radon behandelt wurden ( 15 Vollbäder), hatten deutlich weniger Schmerzen und konnten sich besser bewegen als die Vergleichsgruppe (ebenfalls 15 Vollbäder). Während bei der Kontrollgruppe die durch die Therapie eingetretene Besserung schnell wieder abklang, war bei der Radongruppe der positive Effekt auch noch 6 Monate nach der Behandlung festzustellen.

* 260 Patienten mit Morbus Bechterew erhielten stationär vier Wochen lang Reha-Massnahmen mit intensiver Therapie, wie Krankengymnastik und Sport; ein Teil von ihnen inhalierte zusätzlich im Radonstollen. Sie hatten auch noch neun Monate später signifikant weniger Schmerzen als die Vergleichsgruppe, die kein Radon inhaliert hatte. Besonders interessant ist dabei der Einspareffekt von Medikamenten – bedenkt man nicht nur die Kosten, sondern auch die zum Teil erheblichen Nebenwirkungen: Während die Kontrollgruppe ihre anfängliche Dosis an Schmerzmitteln nur um 1/6 reduzierte, und zwar lediglich für die Dauer eines halben Jahres, brauchte die Radongruppe auch noch ein ganzes Jahr nach der Kur 1/3 weniger Schmerzmittel.

In Russland mit seinen mehr als 30 Radon-Kurorten hatte man von jeher besonders gute Möglichkeiten, die Wirksamkeit von Radon zu testen. Denn hier gewinnt man Radonzubereitungen auch künstlich. Damit konnten die Wissenschaftler nachweisen, dass der positive Effekt des Radons reproduzierbar und dosisabhängig ist – für Pharmakologen ein Beweis für die therapeutische Wirkung eines Arzneimittels. Zudem konnte durch die Radiumlaboratorien belegt werden, dass die Erfolge des Radons nicht den allgemeinen Kureinflüssen, sondern wirklich dem Radon selbst zuzuschreiben sind.

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