Medizinisches Cannabis

Martin Fuchs und Domenico Kaleyta: Medizinisches Cannabis – wann zahlen die Krankenkassen?

Leiden Sie an den Folgen einer Chemotherapie? Plagen Sie derzeit sogar Angst- und Panik-Attacken und Sie möchten auf natürliche Art und Weise dagegen etwas unternehmen? Was ist dran an der Weisheit, dass Sie sich mit medizinischem Hanf selbst helfen können – und das ganz ohne Nebenwirkungen? Wird das medizinische Cannabis eigentlich von den Krankenkassen bezahlt und wie sind die Voraussetzungen dafür? Fragen über Fragen… Auf all diese und noch viele mehr liefern Ihnen die Profis Martin Fuchs und Domenico Kaleyta die richtigen Antworten. Medizinisches Cannabis ist mittlerweile auch in Deutschland und ganz Europa in aller Munde. Doch erst seit März 2017 ist die Kostenübernahme von medizinischem Cannabis möglich. Diese ist durch ein Gesetz für medizinisches Hanf geregelt. Doch immer noch wissen viele Patienten und Angehörige nicht, wie die Prozedur abläuft, wenn Sie sich Cannabis zur Heilung verschreiben lassen möchten. Worauf Sie genau achten sollten erklären Ihnen Martin Fuchs und Domenico Kaleyta in diesem Gastbeitrag. Die Experten haben es sich auf die Fahnenstange geschrieben, den Menschen flächendeckend medizinisches Cannabis näher zu bringen und damit vielen Menschen einen angenehmen Krankheitsweg zu ermöglichen und ggf. ganz auf die Produkte der Schulmedizin zu verzichten. Jetzt die wichtigsten Fakten für Sie, wann Sie von der Krankenkasse das medizinische Naturheilmittel verschrieben bekommen.

Cannabis bekommt man nicht bei leichten Krankheiten wie einem Schnupfen auf Rezept

Das Wichtigste: Die Tradition von Cannabis, das zur Heilung verwendet wird, ist zwar auf der ganzen Welt mittlerweile bekannt, dennoch wird das Mittel nicht bei leichten Krankheiten schnell verschrieben. In Europa ist es meist nur bei chronischen, schweren Krankheiten oder massiven Schmerzen möglich, Cannabis überhaupt auf Rezept zu erhalten. Der Gesetzgeber nennt, wenn es um die Legalisierung von Cannabis geht, vor allem die Patienten, die mit Hilfe der klassischen Schulmedizin keine Hilfe erfahren. In der Regel werden in Europa im ersten Schritt meist Arzneimittel verschrieben, die vor allem der Pharma-Industrie dienen. Dennoch sollten Sie bei chronischen Krankheiten als Patient nicht damit aufhören, für die Heilpflanze zu kämpfen. Medizinisches Hanf setzt sich immer stärker in vielen Arztpraxen durch, auch wenn es längst nicht vorschnell verschrieben wird.

Finden Sie den passenden Arzt für Ihre Therapie

Voraussetzung, dass Sie das Heilmittel auf Rezept erhalten, ist die persönliche Einschätzung des behandelten Arztes. Dieser muss sich bezüglich des Therapieerfolges positiv für Sie aussprechen. Das bedeutet aber im Umkehrschluss, dass Sie sich nicht einfach zum Arzt begeben können und erwarten dürfen, dass er Cannabis verschreibt. Suchen Sie sich also einen Mediziner, der bekannt dafür ist, eine positive Einstellung gegenüber medizinischem Cannabis zu haben. Ihr Arzt sollte zudem die Heilpflanze auch richtig für Ihren Krankheitsverlauf einschätzen können. Dazu ist es wichtig, zu erkennen, dass sich medizinischem Cannabis deutlich positiv auf den Krankheitsverlauf und die Symptome des Patienten auswirken kann.

Wenn bewährte Therapien nicht anspringen, wird oft Cannabis verordnet

Nicht nur bei kaum heilbaren Krankheiten wir MS (Multiple Sklerose) oder Parkinson versagen oft Schmerzmittel herkömmlicher Natur aus der Pharma-Industrie, wenn diese über einen langen Zeitraum eingenommen werden. Meist wissen die behandelnden Ärzte, die die Patienten schon lange Zeit kennen, sehr genau, was den Menschen hilft und wann der Körper resistent auf Medikamente reagiert. Wer also Schmerzen trotz Medikamente nicht loswird, kann bei einem Arzt des Vertrauens nach traditionellen und anderen Methoden Ausschau halten und Cannabis ansprechen. Hier stehen die Chancen meist mehr als gut, dass der Medizin wirklich daran interessiert ist, die Heilpflanze auf Rezept zu verschreiben. Wenn Sie allerdings einen neuen Arzt aufsuchen, der Naturheilmitteln offen gegenüber eingestellt ist, kann die Einsicht in die Krankenakte Wunder bewirken. Hier wird der Arzt schnell erkennen, welche Therapiewege schon in der Vergangenheit eingeschlagen wurden und warum es Sinn machen kann, Cannabis zu verordnen.

Der Patient muss ansprechen, dass er medizinisches Cannabis aus Überzeugung einnehmen möchte

Vermutlich wird kaum ein Arzt aus freien Stücken medizinisches Cannabis zur Sprache bringen. Aus diesem Grunde sollten Sie als Patient selbst aktiv werden. Überzeugen Sie einen Arzt davon, dass Sie bei chronischen Schmerzen oder Krankheiten wie Ängsten, Schlafstörungen, sehr schmerzhafter MS und Co das Naturprodukt testen möchten. Zudem sollten Sie bei einer ersten Ablehnung nicht sofort die Flinte ins Korn werfen. Manchmal ist es nötig, sehr hartnäckig und stark zu sein (und es auch zu bleiben!), wenn Sie das wirksame Heilmittel von der Krankenkasse erhalten möchten.

Fazit

Sie sehen: Noch ist der Weg nicht ganz so leicht, medizinisches Cannabis auf Rezept zu erhalten. Doch die Experten Domenico Kaleyta und Martin Fuchs wissen längst, dass sich das Naturprodukt auf dem ganzen Globus immer mehr durchsetzt – und  das völlig zurecht. Bleiben Sie also am Ball, damit der Arzt Ihres Vertrauens das richtige Rezept für Sie ausstellt. Keine Frage: Cannabinoide, die in der Pflanze enthalten sind, können die Wirkung bestimmter Schmerzmittel (z.B. von Opioiden) verstärken. Auch die Übertragung von Schmerzreizen werden durch die richtige Therapie mit Cannabis gehemmt, obwohl das Mittel auch eine stimmungsaufhellende, schlaffördernde und angstlösende Wirkung nach sich zieht. Wie dem auch sei: Bleiben Sie hartnäckig und geduldig, damit Sie medizinisches Cannabis auf Rezept erhalten.

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