Gesundheit, Wellness, Medizin

Vierte Auflage von HUNGER & LUST offenbart die Leere der letzten 6 Jahre Ernährungsforschung:
Für den gesunden Menschen(verstand) nutzlos!
„Vertrauen Sie beim Essen besser auf Ihr Hungergefühl statt auf Ernährungsregeln.“

Ab sofort ist „HUNGER & LUST“ als erweiterte vierte Auflage erhältlich, die auf der kritischen Analyse von mehr als 400 aktuellen Studienergebnissen der Jahre 2007 bis 2012 basiert. Autor und Ernährungswissenschaftler Uwe Knop geht darin mit „seiner Zunft“ ins Gericht: „Die Erkenntnisse der Ernährungsforschung sind für den gesunden Menschen(verstand) bedeutungslos und ohne praktischen Nutzen – denn mehr als vage Vermutungen liefern deren Beobachtungsstudien nicht. Daher gab und gibt es keine Beweise für Ernährungsregeln, und es wird sie auch niemals geben.“ Genauso wenig hätten die zahlreichen Studien der vergangenen sechs Jahre den Nachweis erbracht, dass irgendein Nahrungsmittel krank oder gesund macht. „Ernährungsforschung gleicht einem Stochern im Nebel, einem Rätselraten oder gar manipulativer Meinungsmache auf wissenschaftlich niedrigem Niveau. Daher braucht kein gesunder Mensch Ernährungswissenschaft und noch weniger die daraus resultierenden Regeln“, resümiert Knop. Stattdessen empfiehlt er, beim Essen auf den eigenen Körper zu vertrauen: „Essen Sie nur dann, wenn Sie echten Hunger haben, und zwar nur das, was Ihnen schmeckt und gut bekommt.“

Die letzten sechs Jahre Ernährungsforschung hätten keinen wissenschaftlichen Fortschritt in punkto „gesunder Ernährung“ ergeben, sondern sie glichen eher der ernüchternden Erkenntnis von Goethes Faust: „Da steh ich nun, ich armer Tor, und bin so klug als wie zuvor.“ Und diese Klugheit der Ernährungswissenschaften laute kurz gefasst: Nichts Genaues weiß man nicht. „Das liegt primär an den wissenschaftlich schwachen Beobachtungsstudien, auf die sich die Forschung berufen muss: diese Studien liefern nur statistische Zahlenspielereien ohne jegliche Beweiskraft“, so Knop.

Ernährungsforschung – staatlich geförderte Selbstbeschäftigung?

Die allgemeine Ernährungsforschung zur „Volksgesundheit“ wirke inzwischen wie ein aufgeblähtes System, dass sich im eigenem Studiensaft suhlt und mit „kalkulierter Ernährungspropaganda“ zu gesunden Lebensmitteln oder ungesunden Ernährungsgewohnheiten die Politik um den Finger wickelt. Das Ziel dieses sich-selbst-erhaltenden-Systems: weiterhin Abermillionen an staatlichen Förder- und Forschungsgeldern einzustreichen, damit die Ernährungswissenschaft die Ernährungswissenschaftler ernähren kann. „Die Bürger gehen dabei leider leer aus, denn einen praktischen Nutzen für den Ernährungsalltag gesunder Menschen liefert diese Forschung nicht“, erklärt Knop. Stattdessen werden dem Volk pseudowissenschaftliche Halbwahrheiten als Ernährungsdoktrin verkauft, deren Beweiskraft gegen Null tendiere. „Ernährungsforschung stellt sich der Öffentlichkeit mit erschreckend schlecht fundierten Ergebnissen dar, die einem naturwissenschaftlichen Standard nicht standhalten. Noch erschreckender, tatsächlich sogar beschämender ist die Tatsache, dass diese Studien nach dem statistischen Schema `weniger Störche = weniger Kinder´ dazu benutzt werden, um den Bürgern, Journalisten und Politikern die gängigen Ernährungsregeln als `wissenschaftlich fundiert´ zu präsentieren“, so Knop.

Ernährungskampagnen: kosten viel, bringen nichts!

Daher müsse man mutmaßen, die Geld gebenden Politiker werden bewusst unzureichend informiert, denn sie investieren stets neue Fördergelder in offenkundig erfolglose Aufklärungskampagnen. „Ob Studienförderung zur Erforschung gesundheitlicher Effekte von Nahrungsmitteln oder Kampagnen zur gesunden Ernährung und zur Prävention von Übergewicht, alle diese Projekte haben eines gemeinsam: Sie bringen nichts, aber kosten viel.“ Das Paradoxe daran sei: Der fehlende Nutzennachweis von Studien & Kampagnen ist inzwischen gut bekannt, jedoch traue sich anscheinend niemand Klartext zu reden und den allgegenwärtigen Ernährungspopulismus öffentlich zu kritisieren. Daher sei als erster Schritt in die richtige Richtung die „kleine Anfrage“ von Bündnis90/Die Grünen an die Bundesregierung begrüßenswert, in der die Wirksamkeit des nationalen Aktionsplans „IN FORM“ zur Reduktion von Übergewicht bei Kindern in Frage gestellt wird. „Die Antwort von Staatssekretär Dr. Müller liest sich erwartungsgemäß wie ein politisches Phrasendresching auf Höchstniveau: Wir sorgen für Transparenz und Information; wir schaffen Strukturen zur Förderung eines gesunden Lebensstils; hier wird gesundes Genießen leicht gemacht; es ist uns gelungen, einheitliche Botschaften zu formulieren. Das sind nicht mehr als hohle Phrasen – aber was soll Müller auch sagen, wenn er mit leeren Händen da steht. Denn IN FORM hat keine echten Erfolge zu vermelden, geschweige sind diese offiziell dokumentiert“, vermutet Knop.

Ernährungswissenschaft schafft sich selbst ab: Studie für Studie ins wissenschaftliche Abseits

Man sollte vor dieser entlarvenden Entwicklung jedoch nicht die Augen verschließen, sondern stattdessen die Ernährungswissenschaft im heutigen Stil grundsätzlich hinterfragen – denn diese antiquierte Beobachtungsforschung gleiche mittlerweile einer „Hypothesen-Generierungs-Maschinerie ohne Ausschalter.“ Es sei daher mehr als fraglich, wenn diese Hypothesen zu „gesunder“ Ernährung weiterhin von staatlich geförderten Institutionen wie der Deutschen Gesellschaft für Ernährung DGE im Stile moderner Ernährungspropaganda unters Volk gebracht werden. „Es wird Zeit, dass man sich von den öffentlich kolportieren Ernährungsmärchen wie „5x am Tag Obst und Gemüse verspeisen“, „reichlich Vollkornprodukte essen“ oder „viel trinken“ verabschiedet“, fordert Knop. Statt mit Steuergeld Ernährungspyramiden zu bauen, die jegliche Beweiskraft schuldig bleiben, sollte man sich besser einer individualisierten Ernährungsforschung widmen. So vermutete DGE-Sprecherin Antje Gahl bereits 2010: Viele Menschen haben den Zugang zu ihrem Hungergefühl verloren. Doch sowohl eine Online-Umfrage als auch eine repräsentative GfK-Befragung zeigten genau das Gegenteil. Beim essenziellen Thema „Hungerwahrnehmung“ herrscht also Unklarheit. „Da die DGE jeglichen Dialog mit mir eingestellt hat, bleibt die Hunger-Frage derzeit leider offen“, erklärt Knop. Unabhängig davon sei es aber an der Zeit, „generell das Individuum in den Fokus der Ernährungsforschung zu rücken, denn jeder Mensch is(s)t anders. Allgemeingültige Ernährungsregeln hingegen, das sind Märchen – und die braucht niemand mehr.“ Knop plädiert daher für einen grundlegenden Umbruch in der Ernährungswissenschaft. Auch deshalb, weil sich „die Epoche der Gutgläubigen an die Existenz von Beweisen zu `gesunder´ Ernährung dem Ende neigt: Die heutige Ernährungsforschung entlarvt sich mit ihren Beobachtungsstudien sukzessive als überflüssig, da sie ihre eigene Unfähigkeit beweist, bewiesene Ernährungserkenntnisse zu liefern.“

Weitere Themen: Volksverdummung Diäten…

Die vierte Auflage von HUNGER & LUST widmet sich neben dem „tabula rasa“ zu gesunder Ernährung(sforschung) weiteren essenziellen Themen rund um das Körpergewicht. So zeigt das Buch, warum alle Diäten auf dem gleichen Wirkprinzip basieren und der „blumige Rest rundherum“ nur verkaufsfördernde Fantasien der Autoren und Verlage sind, die an gesundheitsgefährdende Volksverdummung grenzen. Kaum ein Ratgebergenre gleiche einem derartigen Sammelbecken an Scharlatanen, die aus finanziellem Eigeninteresse schamlos die Hoffnungen der Menschen ausnutzen, endlich abzunehmen. „Leider kann jeder Depp Diätbücher veröffentlichen, die dann mit wunderschönen Abnehmversprechen vermarktet werden – und an denen hätte so mancher Lügenbaron seine helle Freude gehabt: Münchhausen wäre ein guter Diätpapst gewesen“, meint Knop. Seiner Erkenntnis nach „basieren die jeweils neusten Trend-Diäten immer auf der negativen Energiebilanz als Universal-Wirkmechanismus und darüber hinaus auf den gleichen perfiden Verkaufsprinzipien: frei erfunden, keine wissenschaftlichen Belege, täuschen die Verbraucher, ziehen ihnen das Geld aus der Tasche und führen nach Ende der Diät zum Jo-Jo-Effekt, wenn wieder normal gegessen wird. Dabei sind die Abnehmprogramme teilweise noch sehr kompliziert, wahrscheinlich um ihre dahinterstehende 08/15-negative-Kalorienbilanz-Methode zu verschleiern.“ Daher sei es nicht verwunderlich, dass 80 bis 90 Prozent aller Diäten scheitern und die Menschen letztlich noch dicker machen.
…gewichtige Gene, kulinarische Körperintelligenz, Kinder…

Weiter erfahren die Leser, warum ihre Gene die erste Geige im Konzert des Körpergewichts spielen und welche Ursachen erforscht werden, um die (nicht existente) „Fettleibigkeits-Epidemie“ zu erklären: „Die Forschung ist da sehr eifrig: Von überhitzten Räumen, Schlafmangel, dicken Freunden oder der Dicke des Geldbeutels und dem Bildungsstand gibt es noch zahlreiche potenzielle Gründe, die in Zusammenhang mit dem Körpergewicht untersucht werden“, so Knop. Darüber hinaus erklärt das Buch, warum Übergewicht überlebenswichtig sein kann („Adipositas-Paradoxon“) und warum das Vertrauen in die kulinarische Körperintelligenz, also in die Gefühle Hunger, Lust und Sättigung eine natürlich (er)lebenswerte Alternative zum „Essen nach Ernährungsregeln“ ist. Und das gelte insbesondere für Kinder: „Eltern sollten bei der Ernährung ihrer Kinder besonders deren Körpersignale Hunger und Sättigung beachten, denn gerade der kindliche Körper ist ernährungspropagandistisch noch unverdorben und weiß sehr gut, welche Nahrung er wann benötigt. Kinder-Ernährungsprogramme hingegen, so gut und gesund sie auch gemeint sind, sind durchweg kritisch zu hinterfragen, denn sie entbehren allesamt einer wissenschaftlichen Grundlage und können den Nutzen für die Kinder nicht nachweisen – und einen Schaden für das Essverhalten der Kinder leider auch nicht ausschließen“, so Knop.

…Präzedenzfall Vitaminfalle

Im letzten Kapitel widmet sich Knop den Nahrungsergänzungsmitteln, die „kein gesunder Mensch braucht, denn die Studienlage zu Vitaminen & Co. ist vernichtend: die Pillen & Pülverchen schützen vor nichts, aber sie können der Gesundheit schaden und rein statistisch sogar früher ins Grab bringen.“ Die wissenschaftliche Entzauberung der als „omnipotente Heilsbringer“ gehypten Vitamine gleiche im Übrigen einem Präzedenzfall: „Jahrelang herrschte eine regelrechte Vitamine-Euphorie, die von niemandem kritisch hinterfragt wurde. Heute aber wissen wir, dass Vitamingaben bei Gesunden nicht nur überflüssig sind, sondern sogar gefährlich werden können. Denn die Wissenschaft hat mühsam gelernt, dass die Natur uns Gesunde über die Nahrung mehr als ausreichend mit Vitaminen versorgt.“ Vergleichbares zeichne sich nun im Bereich der Regeln zu gesunder Ernährung ab: „Hier erklimmt die Wissenschaft ebenfalls gerade die nächste Stufe der Erkenntnis-Evolution: Beweise für eine allgemeingültige `gesunde Ernährung´ gibt es keine und so bröckeln die Ernährungs-Dogmen. Stattdessen setzt sich sukzessive die Erkenntnis durch, dass jeder Mensch anders is(s)t und gesundes Essen nichts mit Ernährungswissenschaft zu tun hat, sondern immer eine individuelle, körpergesteuerte Angelegenheit ist.“ Daher sollte man seine Körpergefühle wie Geschmack, Lust, Hunger und Sättigung achtsam wahrnehmen und kennen, denn „ein gesunder Körper signalisiert einem schon, welche Nahrungsmittel respektive Nährstoffe er wann braucht.“



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