Gesundheit, Wellness, Medizin

Bereits 1874 empfahl der badische Kreisarzt Erhardt, Kalium fluoratum zur Vorbeugung gegen Karies einzunehmen. Angeregt wurde er dazu durch die jahrelange Praxis in England, sogenannte Hunter´sche Pillen (eine Kalziumfluorid – Zubereitung) zur Vorbeugung gegen Karies zu verwenden.
Schon um die Jahrhundertwende begann die Diskussion um das Für und Wider von Fluorgaben. Fluor verbessert nachweislich die Widerstandskraft gegen Zahnkaries. Es ist aber auch ein starkes Gift. In der Nähe von Keramik-Industrieanlagen erreicht die Luftkonzentration an Fluorwasserstoff so hohe Werte, dass Pflanzen absterben. Dabei schädigt Fluorwasserstoff den Phosphatstoffwechsel der Pflanzen und führt zum Absterben von Blättern und Triebspitzen. Beim Menschen werden Fluorgaben für gehäuftes Auftreten von Multipler Sklerose und Krebserkrankungen verantwortlich gemacht.
Fluor kommt in der Natur in sehr unterschiedlichen Konzentrationen vor. Für den Menschen wichtig sind die Trinkwasserkonzentrationen. Diese variieren in Deutschland und Österreich zwischen 0,1 – 1,5 mg Fluorid pro Liter Trinkwasser. In der Schweiz wird in einigen Gemeinden (z.B. Basel) dem Trinkwasser Fluorgaben zugesetzt), In den USA und Grönland gibt es Gegenden mit bis zu 6 mg Fluorid pro Liter Trinkwasser. Hinweise auf die Giftigkeit dieses fluoridreichen Trinkwassers fehlen.
Tagesbedarf:
Kinder 0,25 – 1 mg (je nach Alter)
Erwachsene 1 – 1,5 mg
Bedeutung von Fluor für den Körper:
Fluor baut Kalziumapatit auf, der in den Zahnschmelz eingelagert wird und ihn härtet. Ausserdem begünstigt Fluor die Wiederherstellung des Zahnschmelzes nach dessen Schädigungen (z.B. nach zuckerreichen Speisen) und hemmt möglicherweise direkt die Säurebildung durch Mundbakterien. Damit schützt Fluor die Zähne vor Karies.
Es wird darüber hinaus zum Aufbau stabiler Knochen gebraucht, verbessert die Kalziumverwertung der Nahrung und verhindert im Alter Knochenentkalkung.
Anzeichen für Fluormangel:
Kleinkinder wachsen rascher, ihr Kopfumfang vergrössert sich schneller, wenn sie mit ausreichend Fluor versorgt werden. Fluormangel verzögert Knochen- und Körperwachstum. Die Anfälligkeit für Zahnkaries nimmt augenscheinlich zu, je schlechter die Fluorversorgung ist.
Beim älteren Menschen ab 55 beginnen die Knochen zu entkalken. Man nennt diese Erscheinung Osteoporose. Eine ihrer Ursachen ist Fluormangel.
Ursachen eines Fluormangels:
Fluormangel ist meist die Folge falscher Ernährung. Häufige Anwendung von Antazida (magensäurehemmenden Mitteln) verschlechtern ebenso die Fluorversorgung wie Kalziummangel.
Auch hoher Phosphatgehalt der Nahrung hemmt die Fluoraufnahme.
Quellwasser ist ein wichtiger Fluorlieferant. Da es aber immer weniger getrunken und durch Mineralwasser und Softdrinks wie Coca Cola ersetzt wird, erhält der Körper auch immer weniger Fluor.
Zucker schafft in der Mundhöhle ein ideales Milieu für säurebildende Bakterien, die den Zahnschmelz angreifen und Karies verursachen.
Entweder man schützt seine Zähne mit guter Zahnhygiene und ausreichender Fluorversorgung, oder man stellt seine Ernährung um, isst möglichst wenig Zucker und achtet auf optimale Fluorversorgung. Regelmässige Zahnhygiene nach jeder Mahlzeit ist zusätzlich notwendig.
Wie kann Fluormangel festgestellt werden?
Fluormangel wird durch Messung der Fluoridkonzentration im 24 Stunden-Harn bestimmt. Diese charakterisiert die Menge des mit der Nahrung aufgenommenen Fluors.
Wenn die Ernährungsweise nicht auf optimale Versorgung mit Fluor umgestellt werden kann, sollten zusätzlich Fluortabletten eingenommen werden, wenigstens 2-3mal wöchentlich 1 mg Fluor.
Calcium fluoratum D12 (Schüssler Salz Nr. 1) verbessert die Aufnahme von Fluor aus der Nahrung. Es selbst hat kaum nennenswerten Fluorgehalt und ist ideal für Menschen, die den eigenen Fluorhaushalt optimieren möchten, ohne selbst Fluortabletten einnehmen zu wollen.
Fluorreiche Nahrungsmittel (Selengehalt in mcg. pro 100g):
Muttermilch 17 mcg, Vollmilch 17 mcg, Schwarztee 9500 mcg/100g Teeblätter, Ölsardinen 1600 mcg – 4500 mcg, Walnüsse 680 mcg, Heringe 350 mcg, Makrelen 340 mcg, Schweinsleber 290 mcg, Schellfisch 160 mcg, Edamer 45% 140 mcg, Erdnüsse geröstet 140 mcg, Butter 120 mcg, Hühnerei 120 mcg, Spinat 110 mcg, Sauerkraut 90 mcg, Nudeln 80 mcg, Vollbier hell 50 mcg, Milchschokolade 50 mcg

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