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Eine Schuppenflechte lässt sich bislang nur schwer behandeln. Grund: Die übermässige Verhornung der Haut variiert stark. Zudem können die bisher zur Verfügung stehenden Medikamente unerwünschte Nebenwirkungen hervorrufen. US-Forscher haben jetzt entdeckt, dass eine natürliche Zubereitung aus der Mahonie (Mahonia aquifolium) ein effektives Mittel gegen leichte bis mittelschwere Psoriasis-Formen darstellt.

Bei der Mahonie handelt es sich um einen ursprünglich aus Nordamerika stammenden und zu den Berberitzengewächsen zählenden Strauch, der in der Volksheilkunde nicht nur bei entzündlichen Hauterkrankungen, sondern auch bei Bronchitis, Gastritits und Verdauungs störungen eingesetzt wird. Die Mediziner vom Dermatologischen und Kosmetischen Zentrum in Rochester (New York) hatten für ihre placebo-kontrollierte, doppelblinde Studie eine Hautcreme mit Mahonia aquifolium sowie ein Scheinmedikament an 200 Patienten getestet. Von den 171 Teilnehmern, wiesen diejenigen in der Pflanzengruppe im Vergleich zum Placebo deutliche Verbesserungen auf, was die Anzeichen und Symptome der Schuppenflechte betraf. Vermutlich hemmen die Inhaltsstoffe, wie zum Beispiel das Alkaloid Berberin die Zellteilung und Entzündung. Die Creme wurde auch unter zweimal täglicher Anwendung gut vertragen, ohne dass auffällige Nebenwirkungen auftraten.

Hautpflegemittel und Medikamente mit Mahonien-Extrakt sind unter anderem in Form eines homöopathischen Fertigpräparats erhältlich, das auch für Kinder geeignet ist. Wichtig zu wissen: Wie bei allen pflanzlichen Mitteln kann es einige Zeit dauern, bis die Wirkung eintritt. Zu Beginn können vorübergehend leichte Hautrötungen und Brennen auftreten. In seltenen Fällen kann es zu allergischen Reaktionen kommen.

Medical Mirror



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