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Kunstlicht in der Nacht war als Ursache für Tumoren lange Zeit umstritten. Eine neue Studie mit 120.000 Teilnehmern zeigte nun jedoch, dass sich das Risiko für Darm- und Brustkrebs bei regelmässiger Nachtarbeit um bis zu einem Drittel erhöht.

Wissenschaftler der Harvard Medical School untersuchten anhand der Daten von über 120.000 Krankenschwestern den Zusammenhang zwischen Nachtarbeit und Tumorerkrankungen, wie Brust- und Darmkrebs. Dabei stellte sich heraus: Wer häufiger nachts arbeitet, besitzt ein höheres Risiko, an Darm- oder Brustkrebs zu erkranken. Nach 15 Jahren regelmässiger Nachtarbeit liegt dies sogar um bis zu einem Drittel höher als üblich.

Eva Schernhammer, Mitglied der Forschergruppe, erklärt diese Tatsache mit der verringerten Produktion von Melatonin durch Lichteinwirkung in der Nacht. Melatonin ist ein Stoff, der überwiegend während des Schlafes im Dunkeln gebildet wird und vor Krebs schützt. Auch künstliches Licht hemmt die Bildung dieses Stoffes. Die Blutuntersuchungen der Studienteilnehmer ergaben tatsächlich niedrigere Melatoninwerte bei den nachts arbeitenden Krankenschwestern.

George Brainard von der Universität in Philadelphia vermutet, dass dabei ein noch unentdeckter Rezeptor im Auge eine Rolle spielt. Dieser soll Informationen über die äusseren Lichtverhältnisse an eine spezielle Region des Gehirns weiterleiten, die als „biologische Uhr“ bekannt ist. Diese steuert auch die Bildung von Melatonin. In den Experimenten, die Brainard durchführte, durften die Probanden nachts bei unterschiedlich farbigem Licht ihre Augen nicht schliessen. Blaues Licht führte hier zu einem besonders starken Absinken des Melatoninspiegels.

Da geringe Melatoninkonzentrationen im Blut aber das Risiko für Darmkrebs erhöhen können, sollten insbesondere Personen, die häufig nachts arbeiten müssen, die Möglichkeiten einer Früherkennungsuntersuchung nutzen.

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