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Bestimmte Antikörpervariante könnte helfen, die Krankheit früher zu erkennen

Mit einer neuen Untersuchungsmethode soll die Nervenkrankheit Multiple Sklerose (MS) schneller diagnostiziert werden können. Das schliessen Nancy Ruddle von der Yale-Universität in New Haven und ihre Kollegen aus den Ergebnissen einer Studie an Mäusen. Bei dem Diagnoseverfahren wird nach Antikörpern gesucht, die gegen die Hülle der Nervenzellen gerichtet sind und die Krankheit auslösen, meldet die Yale-Universität in New Heaven.

Multiple Sklerose (MS) ist nach der gängigen Theorie eine Autoimmunerkrankung, bei der das eigene Immunsystem Antikörper gegen die fettreiche Ummantelung der Nervenzellen des Zentralnervensystems bildet. Bei der daraus entstehenden Entzündung werden sowohl die Hülle der Nervenzellen, die so genannte Myelinschicht, als auch die Nervenzellen selbst geschädigt. Für die Diagnose von MS konnten diese Antikörper jedoch bislang nur beschränkt eingesetzt werden, weil sie auch im Körper von Menschen vorkommen, die nicht an MS leiden. Zudem werden bei MS-Patienten auch Antikörper gebildet, die eine Folge und nicht die Ursache der Krankheit sind.

Um herauszufinden, inwiefern sich die beiden Antikörpertypen voneinander unterscheiden, verabreichten die Forscher um Nancy Ruddle nun Labormäusen einen Proteinbestandteil des Myelins. Dieser stammte entweder aus Ratten- oder aus Menschenmyelin. Nach dieser Behandlung zeigten die Mäuse typische Symptome der Multiplen Sklerose. Beide Methoden führten zur Bildung von Antikörpern gegen das Myelin, stellten die Wissenschaftler fest. Sie injizierten die Antikörper deshalb anschliessend in gesunde Mäuse. Das Resultat: Nur diejenigen Antikörper riefen MS hervor, die als Reaktion auf menschliches Myelin gebildet worden waren.

Die krankmachenden Antikörper erkennen eine leicht veränderte Form des Myelins, wie sie bei MS-Patienten vorkommt, stellten die Forscher fest. Diejenigen Antikörper jedoch, die als Folge von MS entstehen, erkennen das abgeänderte Myelin nicht. Diese Forschungsresultate seien ein wichtiger Schritt in der Entwicklung einer genauen Diagnosemethode und einer neuen, individuellen Behandlung von MS-Patienten, erklären die Forscher.

Patienten, die an Multipler Sklerose erkrankt sind, leiden unter Muskelschwäche oder Lähmungen, Sehstörungen, Müdigkeit, Schmerzen und Gedächtnisverlust. Bislang gibt es keine Heilung für MS-Patienten. Medikamente und Therapien helfen jedoch, mit den Störungen umzugehen sowie den Fortschritt der Krankheit zu verlangsamen.

Nancy Ruddle (Yale-Universität, New Haven) et al.: PNAS

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