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Diabetic Hypoglycaemia, die von ESP Bioscience herausgegebene einflussreiche Diabetes-Online-Zeitschrift, brachte im Februar 2009 einen Leitartikel und einen Sonderbeitrag von Professor Christopher Ryan über potenziell schädliche Auswirkungen eines schlecht einstellten Stoffwechsels auf das zentrale Nervensystem (ZNS).

Professor Ryans Leitartikel stellt die interessante Tatsache in den Mittelpunkt, dass bisher die Hypoglykämie (Unterzuckerung) als Hauptursache von Gehirnschäden bei Kindern und Erwachsenen mit Diabetes angesehen wurde, es jetzt aber wahrscheinlicher erscheint, dass die meisten Unterzuckerungsepisoden nicht oder nur wenig auf das ZNS wirken.

Er betont, dass Diabetiker ganz unabhängig von vorangegangenen schweren Unterzuckerungen kognitive Störungen offenbaren können. Das bedeutet, dass Unterzuckerungsereignisse sich nicht signifikant mit etwaigen negativen Wirkungen auf das Gehirn in Verbindung setzen lassen. Eher lässt sich ein Bezug zwischen regelmäßiger Überzuckerung und einer Schädigung des Gehirns herstellen.

Professor Ryan legt dar, dass eine lange Vorgeschichte mit einem schlecht eingestellten Stoffwechsel das Risiko einer Schädigung des Gehirns deutlich vergrößert und dass daher Hyperglykämie für den Patienten möglicherweise sehr viel schädlicher ist als eine „Hypo“. Sein ergänzender Sonderbeitrag betrachtet die Risiken der Schädigung des ZNS im Zusammenhang mit einer wiederholten Hypoglykämie und kommt zu dem Schluss, dass „wiederholte Episoden mittelschwerer bis schwerer Unterzuckerung offensichtlich bei erwachsenen Diabetikern keine langfristig negativen Auswirkungen auf das ZNS haben“.
Entscheidende Faktoren in der Diabetestherapie

Die richtige Einstellung des Zuckerstoffwechsels und die Verringerung der Hyperglykämie (Überzucker) sind entscheidende Faktoren bei der Behandlung des Diabetes. Dies wurde erneut in einer kürzlich gemeinsam herausgegebenen Verlautbarung der American Diabetes Association (ADA), der American Heart Association (AHA) und des American College of Cardiology (ACC) betont. In dieser Verlautbarung wurde auch die Notwendigkeit herausgestellt, dass der Kliniker eine konsequente Strategie der intensiven glykämischen Kontrolle verfolgt, um auch das Risiko eines vaskulären Ereignisses zu verringern (Circulation, Januar 2009).

Die wichtige Botschaft der Artikel von Professor Ryans lautet: Ein schlecht eingestellter Zuckerstoffwechsel kann auch schädliche Auswirkungen auf das Zentrale Nervensystem haben. Dies wurde kürzlich auch in der MIND-Unterstudie der ACCORD-Studie (Diabetes Care, Februar 2009) bestätigt.


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