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Die stimulierende Wirkung von Salz könnte der Grund sein, dass wir zuviel Salz in der Nahrung aufnehmen. Das behaupten Forscher der University of Iowa http://www.uiowa.edu. In mehreren Experimenten entzogen sie Ratten Salz, was bei den Tieren zu depressiven Erscheinungen führte. Salz könne ein Antidepressivum der Natur sein, schließen die Studienautoren. „Das Verlangen nach Salz und Erscheinungen bei dessen Entzug könnte mit den selben Gehirnmustern verknüpft sein wie diejenigen bei Drogensucht und -missbrauch“, erklärt Studienleiter Kim Johnson im Fachjournal Physiology & Behaviour.

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Nachdem die Forscher ihre Versuchsratten nur mehr mit salzloser Nahrung fütterten, wurden diese plötzlich viel lustloser. Sie vernachlässigten ihre Lieblingsbeschäftigungen, tranken kaum mehr zuckerhaltige Getränke oder drückten einen Knopf nicht mehr, der ihnen zuvor ein angenehmes Gefühl verursacht hatte. „Dinge, die normalerweise angenehm für Ratten sind, verloren an Anziehungskraft. Das lässt uns darauf schließen, dass auch ein Salzdefizit und das Verlangen danach zu den wichtigsten Symptomen führen kann, die man mit Depressionen verbindet“, so Johnson.

Auch wenn der Verlust der Freude an sonst angenehmen Tätigkeiten wesentlicher Bestandteil einer psychologischen Depression darstellt, brauche es die Erfüllung einer Reihe weiterer Kriterien, bevor man Salzmangel als Depressionsauslöser bezeichnen könne, geben die Forscher zu bedenken. Die Vorstellung, dass Salz ein natürlicher Stimmungsheber ist, könnte erklären, warum wir Salz in großen Mengen zu uns nehmen, obwohl längst bekannt ist, dass es zu hohem Blutdruck, Herzerkrankungen und anderen Gesundheitsproblemen führen kann.

Der menschliche Körper braucht täglich Salz, um bestimmte Körperfunktionen und innere Milieus aufrecht zu erhalten. Das enthaltene Natrium steuert den Flüssigkeitshaushalt, ist notwendig für die Funktion von Muskeln und Nerven sowie für den Säure-Basen-Haushalt. Extremes Schwitzen oder lang anhaltender Durchfall senkt das Natrium im Blut. „Dabei wird der Körper entwässert, Nieren und Muskeln beeinträchtigt und es kann zu Wadenkrämpfen kommen“, so Cordula Lebert, Pharmazeutin am Klinikum Nürnberg http://www.klinikum-nuernberg.de, im pressetext-Interview. Zu viel Natrium lasse hingegen den Blutdruck und das Risiko für Ödeme steigen.

Bei der Frage, wie viel Salz pro Tag am gesündesten sei, gibt es verschiedene Angaben. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung http://www.dge.de empfiehlt eine Zufuhr von 550 Milligramm, andere sprechen von zwei bis maximal acht Gramm. „Jedenfalls sollte der Höchstwert von 0,1 Gramm für jedes Kilo Körpergewicht nicht überschritten werden“, so die Nürnberger Pharmazeutin abschließend.


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