Gesundheit, Wellness, Medizin

Soja ist in, nicht nur bei Vegetariern in, die die Hülsenfrucht gerne als Fleischersatz verwenden. Soja gilt als gesund, als Krebs vorbeugend und soll die Beschwerden von Frauen in den Wechseljahren mildern. Wissenschaftler der Universität Karlsruhe haben nun herausgefunden, dass Soja nicht nur eine Sonnenseite hat, sondern dass die Wirkungen sogar ins Gegenteil umschlagen können. Denn bestimmte Zwischenprodukte, die während des Stoffwechsels entstehen, ähneln bekannten Krebs erregenden Stoffen.

Japanerinnen leiden während der Wechseljahre seltener unter Hitzewallungen und Osteoporose als ihre europäischen Altergenossinnen. Dies führen Wissenschaftler auf den häufigen Genuss sojahaltiger Lebensmittel zurück. Welcher Inhaltsstoff der Sojapflanze jedoch diese positive Wirkung auslöst, weiss niemand genau. Unstrittig ist nur, dass Soja hohe Konzentrationen an Phytoöstrogenen enthält. Diese Pflanzeninhaltsstoffe wirken ähnlich wie ein weibliches Sexualhormon, das Östradiol. Doch ob gerade die Phytoöstrogene für die gesundheitsfördernde Wirkung verantwortlich sind, ist noch offen. Schlimmer noch: Unklar ist nicht nur, ob pflanzlichen Hormone positiv wirken, mittlerweile verdichten sich sogar die Hinweise, dass sie Krebs auslösen können.

Die Schadwirkungen betreffen in erster Linie das genetische Material von Körperzellen, und einige dieser Stoffe sind in der Lage dort im genetischen Material Veränderungen hervorzurufen, die negativ sind und im schlimmsten Fall vielleicht zu einer krebsigen Entartung der Zelle führen können,
…erläutert Manfred Metzler, Professor für Lebensmittelchemie und Toxikologie an der Universität Karlsruhe. Ins Zwielicht geraten sind dabei noch nicht einmal die pflanzlichen Hormone selbst, sondern Zwischenprodukte, die beim Abbau dieser Phytoöstrogene entstehen. Im Tierversuch litten vor allem junge Mäuse an Hodenkrebs, die mit hohen Dosen von Phytoöstrogenen gefüttert wurden. Und genau diese hohen Dosen nehmen immer mehr Menschen in Form von Kapseln – so genannter Isoflavon-Extrakte – zu sich, wobei manche dieser Supplemente oder Kapseln bis zum 20fachen der Tagesdosis von Asiaten enthalten, und wenn man mehrere Kapseln nimmt, dann liegt man schnell um den Faktor 50 bis 100 über den Mengen, die Japaner aufnehmen, und das ist eine Dosis, von der man eben nicht weiss, ob sie langfristig nicht doch Schadwirkungen auslöst.

Langzeitstudien gibt es noch nicht, allerdings spricht vieles dafür, dass hohe Dosen pflanzlicher Hormone über längere Zeit eingenommen, tatsächlich Krebs auslösen können. Daraus zu schliessen, der normale Verzehr von Soja sei völlig harmlos, ist übrigens nicht richtig. Man muss berücksichtigen, dass sich Soja in viele Lebensmittel einschleicht, denn Soja sind sehr billige Proteinsubstitute und man weiss, dass heute schon in etwa 30.000 Lebensmitteln, die das ganze Spektrum der Lebensmittel überspannen, von Fleisch bis hin zu Kuchen, Gebäck, Plätzchen und so weiter, dass dort schon mehr oder weniger viel Soja mit verwendet wird, ohne dass man es eigentlich von dem Lebensmittel erwartet, also nehmen wir aus unbekannten und dem Verbraucher nicht bewussten Quellen Soja auf.

Vorsicht ist auf jeden Fall geboten. Auch wenn die wissenschaftlichen Zusammenhänge noch nicht bis ins Detail geklärt sind, muss man aus dem Ergebnis – sagt die Karlsruher Lebensmittelchemikerin Dr. Leane Lehmann Konsequenzen ziehen.

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