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Amerikanische Forscher haben ein Eiweissmolekül entdeckt, mit dessen Hilfe Prostatakrebs in Zukunft bis zu fünf Jahre früher diagnostiziert werden kann als bisher. Das Protein EPCA kann schon zu einem Zeitpunkt im Prostatagewebe nachgewiesen werden, an dem die Zellen selbst noch keine offensichtlichen Veränderungen zeigen. In Kombination mit dem heute schon gebräuchlichen PSA-Bluttest sei es damit möglich, eine bösartige Veränderung der Vorsteherdrüse früh genug für eine erfolgreiche Therapie zu entdecken, schreiben die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Journal of Urology (März-Ausgabe).

Da Prostatakrebs erst in sehr späten Stadien Beschwerden verursacht, ist eine schnelle und unproblematische Diagnosemethode für die Früherkennung sehr wichtig. Bislang wird dazu die Menge des so genannten prostataspezifischen Antigens (PSA) im Blut bestimmt. Dieses Eiweiss wird ausschliesslich im Prostatagewebe gebildet und dient eigentlich dazu, das Ejakulat zu verflüssigen. Ist das Gewebe der Vorsteherdrüse jedoch geschädigt, steigt der PSA-Spiegel im Blut und liefert so erste Hinweise auf mögliche Erkrankungen der Prostata.

Nicht immer ist jedoch ein erhöhter PSA-Wert auf eine Krebserkrankung zurückzuführen: Neben allgemeinen Schwankungen erhöhen beispielweise auch gutartige Vergrösserungen der Prostata den PSA-Spiegel. Das von Robert Getzenberg und seinen Kollegen von der Universität Pittsburgh entdeckte Protein EPCA könnte jedoch die Unterscheidung zwischen gutartigen und bösartigen Erkrankungen in Zukunft erleichtern. Die Wissenschaftler stellten fest, dass EPCA nur von bösartig verändertem Prostatagewebe produziert wird und das schon in einem Stadium, in dem die Prostata-Zellen im Mikroskop noch völlig unverändert erscheinen.

Eine grosse klinische Studie soll nun den Nutzen von EPCA als früher Anzeiger für Prostatakrebs überprüfen, schreiben die Forscher. Sollte sich die Zuverlässigkeit bestätigen, könnte bei jedem Mann, bei dem erhöhte PSA-Werte gemessen werden, eine einzige Biopsie klären, ob er eine bösartige Prostataveränderung hat oder nicht. Bei einem positiven Ergebnis könne dann so früh mit der Therapie begonnen werden, dass die Heilungschancen sich extrem verbesserten. Bislang war in solchen Fällen trotz wiederholter Gewebeproben der Krebs häufig erst in späteren Stadien entdeckt worden.

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