Gesundheit, Wellness, Medizin

In der Ernährungstherapie von Diabetikern hat eine enorme Umwälzung stattgefunden. „Strenge Diätpläne“ gehören der Vergangenheit an. Im Rahmen der Tagung der Österreichischen Diabetes Gesellschaft präsentierte eine Arbeitsgruppe österreichischer Diätassistentinnen jetzt die neu überarbeiteten Empfehlungen zur Ernährung von Betroffenen. Dabei kommt es nicht mehr darauf an, möglichst keinen Zucker und wenig Kohlenhydrate zu verzehren und stattdessen auf Spezialprodukte für Diabetiker zurückzugreifen. Die neuen Richtlinien entsprechen vielmehr den Grundsätzen einer vollwertigen Ernährung, wie sie auch für Personen mit gesundem Stoffwechsel anzuraten ist.

Vollwertkost

Vollkornprodukte, frisches Gemüse und Salate, Obst, fettarme Milchprodukte, Fisch, Geflügel und hochwertige Öle bilden nach der Empfehlung des Verbandes der Dipl. DiätassistentInnen die Grundlage einer optimalen Ernährung für Diabetiker. Aufgrund des erhöhten Herz-Kreislaufrisikos (vor allem bei Typ-II-Diabetes) wird einem sparsamen Umgang mit Fett besondere Bedeutung zugemessen.

Das macht das Zählen von Broteinheiten, vor allem für übergewichtige Typ-II-Diabetiker meist überflüssig. Da Gewichtsreduktion nach wissenschaftlichen Untersuchungen nur durch Fettreduktion und ein gezieltes Bewegungsprogramm erreicht werden kann, wird in diesem Fall die Kohlenhydratzufuhr nicht mehr limitiert, da dies zu erhöhter Fettzufuhr führen würde.

Ab sofort müssen nur noch Patienten mit Insulintherapie auf Broteinheiten achten. Doch auch hier wurden einige Erleichterungen vorgestellt. Gemüse (ausser Zuckermais), Hülsenfrüchte und Nüsse zählen nicht mehr. Flüssige Milchprodukte werden mit 250ml für 1 BE berechnet. Neben grösseren Änderungen bei Obst wurden auch die Angaben für Brot und Gebäck vereinheitlicht. Beispielsweise gilt für Vollkornbrot: 30 g gleich 1 BE. Es wird allerdings heute nicht mehr empfohlen, eine bestimmte Anzahl von Broteinheiten zu essen, da dadurch kein optimales Nährstoffverhältnis gewährleistet wird.

Zucker in der Ernährung von Diabetikern

Ein absolutes Zuckerverbot ist nach heutigem Wissensstand nicht mehr erforderlich, vor allem bei normalgewichtigen Patienten. Zucker sollte allerdings nicht direkt, sondern nur in „verarbeiteter“ Form, wie etwa in Vollkornkuchen, aufgenommen werden. Insgesamt wird ein sparsamer Umgang nahegelegt. Vom Konsum stark gesüsster Getränke, wie z. B. Limonaden raten die DiätassistentInnen vollständig ab. Als überholt gelten jedoch sogenannte „Diabetiker-Lebensmittel“, da sie keine Vorteile für den Stoffwechsel bringen.

Weiters empfehlen die ErnährungsberaterInnen ballaststoffreiche Kost, das heisst Vollkornprodukte, Gemüse und Hülsenfrüchte. Diabetiker sollten weiters ihren Alkoholkonsum streng unter Kontrolle halten. Maximal ein Viertel Wein oder ein halber Liter Bier pro Tag sind erlaubt, sofern die Diagnose nicht dagegen spricht.

Tel.: 0664-1328930

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