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Wissenschaftler hoffen, dass in Zukunft nach Lähmungen durch Verletzungen die eigenen Nerven des Körpers für die Überbrückung von Lücken im Rückenmark eingesetzt werden können.
Marie Filbin von der City University of New York http://portal.cuny.edu verband einen Nerv und stellte unter dem geschädigten Bereich die Verbindung wieder her. New Scientist berichtet, dass Ratten bei Experimenten Anzeichen einer verbesserten Beweglichkeit zeigten. Giorgio Terenghi von der University of Manchester betonte, dass der genaue Ort der Verletzung darüber entscheiden könnte, ob ein entsprechender Nerv für einen derartigen Eingriff zur Verfügung steht. Entscheidend sei auch wie viel Nervenfunktion wieder hergestellt werden könnte.

Eine Verletzung, die das Rückenmark bricht oder schwer schädigt, kann zu einer permanenten Behinderung führen. Das Ausmass der Beeinträchtigung hängt dabei davon ab, wie weit unten in der Wirbelsäule die Schädigung stattgefunden hat. Wissenschaftler suchen seit langem nach Möglichkeiten derartige Schädigungen zu „reparieren“. Zu den Ansätzen gehören unter anderem auch der Einsatz von wachstumsfördernden Chemikalien, die den Heilungsprozess beschleunigen sollen oder Transplantate aus Nervenfasern aus anderen Körperbereichen. Der neue Ansatz weist einen leichten Unterschied dazu auf. Einer der Nerven, der natürlich die Wirbelsäule verlässt, wird von seinem eigentlichen Zielort entfernt und mit einem speziellen Proteinkleber wieder zurück ins Rückenmark geführt. Bei den Ratten handelte es sich um einen Nerv, der zu den Bauchmuskeln führte.
Dieser wurde genau über dem Bruch in der Wirbelsäule genommen und darunter wieder befestigt.

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Nach zwei Wochen war klar, dass dieser Versuch geglückt war. Der Nerv wuchs und begann, Verbindungen mit seinem neuen Nachbar zu formen. Das Senden elektrischer Impulse durch das Rückenmark führte zu einem Zucken der unteren Gliedmassen. Damit war ein weiterer Hinweis gegeben, dass Verbindungen hergestellt wurden. Bei den Bauchmuskeln gab es laut BBC keine negativen Auswirkungen, da andere Nerven den Verlust der einen Verbindung ausgleichen konnten. Filbin warnte jedoch, dass es unter Umständen nicht möglich sein könnte, dass der etwas einfachere eingesetzte Nerv die komplexeren Aufgaben des beschädigten voll übernimmt.


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