Gesundheit, Wellness, Medizin

Zahlreiche Lebensmittelvergiftungen lassen sich auf einen tückischen Stamm des Bakteriums Escherichia coli (E.coli O157:H7) zurückführen. Amerikanische Forscher fanden nun in Schafen ein spezielles Virus, das E.coli effektiv abtötet. Eine einmalige, bewusste Infektion der Tiere mit diesem Virus könnte somit teure Antibiotika-Behandlungen ersetzen. Für einen solchen Einsatz müsse zuvor noch die Verträglichkeit beim Menschen getestet werden, berichtet das Wissenschaftsmagazin New Scientist.

Andrew Brabban vom Evergreen State College in Olympia fand das Virus, einen Bakteriophagen des Typs CEV1, eher zufällig. Eigentlich wollten er und seine Kollegen die Wirkung von verschiedenen Antibiotika auf E.coli in Schafen testen. Trotz wiederholter Infektion der Tiere mit E.coli konnten sie den Erreger nicht nachweisen. Er verschwand auf mysteriöse Weise. Erst nach aufwändiger Suche fanden sie im Virus CEV1 die Ursache für das Verschwinden von E.coli.

In nachfolgenden Experimenten erkannten Brabban und seine Kollegen, dass das Virus rund 16 von 18 E.coli-Stämmen wirksam abtötet. In jungen Schafen reduzierte sich die Zahl an E.coli O157:H7 sogar um 99 Prozent nach nur zwei Tagen, berichtete Brabban kürzlich auf einem Treffen der Society for General Microbiology in Edinburgh.

Da Bakteriophagen nur sehr spezifisch gegen Bakterien wirken, denkt Brabban nun an eine mögliche Behandlung von Schlachttieren mit dem CEV1-Virus. Ein Phage dockt nur über einen bestimmten Rezeptor an das Bakterium an, dringt ein, vermehrt sich und tötet seinen Wirt dabei ab. Gerade in diesem Prozess liegt die Chance, dass Schafe nur ein einziges Mal mit dem Virus infiziert werden müssten. Danach vermehrt es sich von selbst und schützt vor einer gefährlichen hohen E.coli-Belastung.

Über die Nahrungskette könnte dieses Virus allerdings auch auf den Menschen übertragen werden. Daher gilt es nun zu überprüfen, ob es vor allem auf die bakterienreiche Darmflora nicht schädlich wirkt. An eine E.coli-Therapie beim Menschen denkt Brabban dagegen wegen eines nicht auszuschliessenden Risikos nicht. Im Sinne unbedenklicher Lebensmittel reiche es aus, wenn allein die Schlachttiere keine nennenswerte Belastung durch E.coli aufwiesen.

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