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Rauchende 20-Jährige haben bei künstlicher Befruchtung die gleiche Chance auf Nachwuchs wie 30-jährige Nichtraucherinnen

Rauchen macht Frauen bezogen auf ihre Erfolgschancen bei der künstlichen Befruchtung um zehn Jahre älter. Das sagen niederländische Forscher nach einer Auswertung von Daten von über 8.000 Frauen, die ihren Kinderwunsch durch künstliche Befruchtung erfüllen wollten. Die Chancen von Raucherinnen auf eine glückliche Geburt liegen um rund 30 Prozent niedriger als die von Nichtraucherinnen, erklären Bea Lintsen von der Radboud-Universtiät in Nimwegen und ihre Kollegen in der Fachzeitschrift Human Reproduction (Ausgabe vom 7. April). Ähnlich wie Rauchen reduziert auch Übergewicht die Erfolgschancen einer künstlichen Befruchtung.

Die niederländischen Wissenschaftler analysierten die Daten von über 8.000 Paaren, die in den Jahren 1983 bis 1995 eine künstliche Befruchtung hatten vornehmen lassen. Wichtig war ihnen dabei nicht nur, ob der Eingriff erfolgreich war, sondern auch der Lebensstil der Frauen. So zeigte sich, dass mehr als 40 Prozent der Patientinnen zu Beginn der Behandlung rauchten und mehr als 7 Prozent von ihnen übergewichtig waren.

Je nach Grund ihrer Unfruchtbarkeit teilten die Forscher die Paare in vier Kategorien ein. Bei rund einem Viertel der Paare konnte keine Ursache für die verminderte Fruchtbarkeit gefunden werden. Bei den anderen scheiterte eine Schwangerschaft an Eileiterproblemen oder einer reduzierten Fruchtbarkeit des Mannes. In der vierten Kategorie waren Erkrankungen der Frau für die Unfruchtbarkeit verantwortlich, wie beispielsweise das polyzystische Ovarsyndrom, bei dem zu viele männliche Hormone produziert werden.

Generell war die Chance auf eine Lebendgeburt bei Raucherinnen gegenüber ihren enthaltsameren Geschlechtsgenossinnen um 28 Prozent reduziert, erklärt Lintsen. Besonders auffallend war dies bei Frauen, bei denen kein offensichtlicher Grund für ihre verringerte Fruchtbarkeit vorlag. Auch die Wahrscheinlichkeit einer Fehlgeburt war bei rauchenden Frauen höher: 21 Prozent von ihnen verloren ihr Baby, während es sonst nur 16 Prozent waren. Eine entscheidende Rolle spielt offenbar aber auch das Gewicht, erklären die Forscher: Übergewichtige Frauen hatten eine um 33 Prozent geringere Chance auf eine erfolgreiche Geburt als Frauen mit Normalgewicht.

Sowohl Rauchen als auch Übergewicht verringern also deutlich die Erfolgsrate einer künstlichen Befruchtung, betont Did Braat, einer der Koautoren der Studie. Beide Faktoren machen die Frau hinsichtlich ihrer Fruchtbarkeit praktisch um 10 Jahre älter. Die Ergebnisse der Studie lassen vermuten, dass eine Änderung der Lebensgewohnheiten besonders dann helfen könnte, wenn die Gründe für die Unfruchtbarkeit nicht geklärt sind.

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