Neuer möglicher Behandlungsansatz für MS entdeckt

Aminosäure bremst Autoimmunreaktion

Abbauprodukte der Aminosäure Tryptophan können die Symptome von Autoimmunerkrankungen wie Multipler Sklerose lindern. In Tierexperimenten amerikanischer Forscher hatten sich dabei sowohl natürliche als auch synthetische Abkömmlinge dieser Aminosäure als wirksam erwiesen. Sie unterdrückten die Bildung bestimmter Immunzellen, die bei Multipler Sklerose (MS) eine wichtige Rolle spielen.

Bei MS kommt es durch lokale Entzündungen zu einer Zerstörung der so genannten Markscheiden, die wie eine elektrische Isolierschicht einzelne Nervenfasern umhüllen. In der Folge können Nervenimpulse nicht mehr richtig weitergeleitet werden. Je nachdem, welche Nerven betroffen sind, treten unterschiedliche Symptome auf wie Seh- und Sprachprobleme, Empfindungsstörungen oder eine Beeinträchtigung des Gehvermögens auf. Die genaue Ursache der Krankheit ist noch nicht geklärt. Eine zentrale Bedeutung kommt aber dem Immunsystem zu, das aufgrund einer Fehlsteuerung zur Entstehung dieser Entzündungen im Nervensystem beiträgt. Dabei spielen bestimmte Immunzellen eine wichtige Rolle.

Den amerikanischen Wissenschaftlern gelang es nun, bei Mäusen mit einer bestimmten Form von MS die Vermehrung und Aktivierung dieser Zellen zu hemmen. Dazu verwendeten sie vier natürliche Abbauprodukte von Tryptophan und einen synthetischen Abkömmling dieser Aminosäure. Mit allen fünf Substanzen konnten gleichermassen die Krankheitssymptome bei den Mäusen gelindert werden. Natürliche oder künstliche Abkömmlinge von Tryptophan könnten daher möglicherweise in Zukunft zur medikamentösen Therapie von Menschen mit MS oder anderen Autoimmunerkrankungen eingesetzt werden, hoffen die Forscher.

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