Gesundheit, Wellness, Medizin

Probiotische Bakterien müssen nicht lebend verzehrt werden, damit sie ihre gesundheitsfördernde Wirkung entfalten. Das hat ein internationales Forscherteam in Studien an Mäusen nachgewiesen. Chronische Darmentzündungen konnten dabei mit bestrahlten und damit nicht mehr teilungsfähigen Bakterien genau so effizient behandelt werden wie mit lebenden Kulturen. Die Bakterien, die die Darmflora im Gleichgewicht halten sollen, könnten daher auch anderen Lebensmitteln als Milchprodukten zugesetzt werden, schreiben die Wissenschaftler um Eyal Raz von der Universität in San Diego in der Fachzeitschrift Gastroenterology (Februarausgabe 2004).

Die Mäuse, die als Tiermodell für chronische Darmerkrankungen beim Menschen herangezogen wurden, entwickelten weniger Symptome, wenn sie intakte, lebende Bakterien bekamen. Den gleichen Effekt erzielten die Forscher jedoch auch, wenn sie nicht mehr teilungsfähige Bakterien oder auch nur Stücke des Erbmaterials der Mikroorganismen verabreichten, das sie zuvor aus den Bakterien herausgelöst hatten. Frühere Studien hatten gezeigt, dass die heilende Wirkung durch Erhitzung zunichte gemacht wird. Bei einer Hitze-Inaktivierung wird allerdings die Zellstruktur stark beschädigt, so dass das Erbgut für die Immunabwehr des Körpers nicht zugänglich ist.

Die Forscher erklären ihre Ergebnisse damit, dass auch die abgetöteten Mikroorganismen den angeborenen, jederzeit zur Verfügung stehenden Teil der körpereigenen Abwehr aktivieren. Sie wirken im Körper offenbar als Alarmsignal für Eindringlinge. Die Wissenschaftler fanden auch den Signalweg, über den das Immunsystem mobilisiert wird.

Probiotisch wirkende Bakterien sind Milchsäurebakterien, welche die Säure-Barriere des Magens besonders gut überstehen und den menschlichen Darm besiedeln. Dadurch stärken sie das natürliche Gleichgewicht der Darmflora und hemmen das Wachstum krankmachender Keime. Sie werden als Nahrung oder als Medikament eingenommen, um die natürlichen Abwehrkräfte des Körpers zu verbessern. Sie können Durchfallerkrankungen verkürzen oder verhindern und die Milchzuckerverdauung fördern. Darüber hinaus sollen sie hilfreich bei chronischen entzündlichen Darmkrankheiten und bei Allergien sein, und sogar eine vorbeugende Wirkung gegen Darmkrebs wird ihnen nachgesagt. Da sie ständig Milchzucker zu Milchsäure vergären, war es bisher nur möglich, lebende Kulturen einer begrenzten Palette Lebensmittel zuzufügen, nämlich Jogurts und den so genannten Probiotikdrinks.

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