Nagelpilz muss nicht sein!

Nagelpilz im Schwimmbad

Sommerzeit is Badezeit

Sommerzeit ist Schwimmbadzeit und das bedeutet planschen, entspannen und gesunde Bewegung. Doch leider sind öffentliche Bäder ideale Verbreitungsstätten für Trichophyton rubrum und andere Haut- und Nagelpilze: Schätzungen zufolge ist jeder fünfte Deutsche infiziert. Doch zum Glück bedeutet das nicht, dass man als Nagelpilz-Patient auf den Spass im Schwimmbad verzichten muss. Denn mit der richtigen Verhaltensweise kann man die Krankheit in Schach halten und die Verbreitung der Erreger verhindern.

Niemals barfuss laufen

Die wichtigste Massnahme bleibt: Niemals barfuss laufen. Die Pilzsporen können monatelang auf Badematten, Liegematten und Bodenbelägen aller Art überdauern. Das bedeutet für Gesunde und Infizierte gleichermassen: Auch die Einstiegstreppe ins Schwimmbad, das Sprungbrett und die Schwitzbank in der Sauna sind tabu. Es gilt, die Badeschuhe auch in „Barfusszonen“ konsequent anzubehalten! Wer aufgrund einer bestehenden Nagelinfektion seine nackten Füsse nicht zeigen mag, kann hier auf Modelle zurückgreifen, die die Nagelzone bedeckt lassen.

Grosse Ansteckungsgefahr

Um die Ansteckungsgefahr für andere zusätzlich zu verringern, sollten Nagelpilz-Patienten die Nägel kurz halten und zwei- bis dreimal pro Woche eine Anti-Pilzcreme oder -lösung auf das befallene Nagelbett auftragen. Die enthaltenen „Antimykotika“ töten Pilze ab. Besonders gut eignen sich auch Nagellacke, die den Wirkstoff über längere Zeit an den Nagel abgeben. Nagellacke sind zudem wasserresistent und besonders für den Besuch im Schwimmbad geeignet.

Einige weitere Verhaltensregeln

Nagelpilz-Patienten sollten zum Schutz Nicht-Infizierter eigene Handtücher nicht von anderen mitbenutzen lassen. Ratsam ist es auch, ein extra Handtuch für die betroffenen Stellen mitzunehmen, um die Übertragung des Pilzes auf gesunde Nägel zu vermeiden. Werden die benutzten Handtücher nach dem Schwimmbadbesuch bei mindestens 65°, besser bei 90° gewaschen, werden die Sporen effektiv abgetötet und so ihre Verbreitung unterbunden. Auch die Badeschuhe sollten regelmässig desinfiziert werden, damit sich die Pilzsporen dort nicht ansammeln können.

Trockene Füsse: Eintritt für Pilze verboten

Bei feuchten, aufgeweichten Nägeln hat es der Pilz leicht, in gesunde Nägel einzudringen. Das wirksamste Mittel, den Pilz in Schach zu halten, besteht daher darin, nach dem Schwimmen für trockene Füsse und Hände zu sorgen. Wer sich gut trocken reibt, vor allem die Flächen zwischen den Zehen und Fingern, der kann damit verhindern, dass sich Pilze weiter verbreiten. Feuchte, aufgeweichte Hautstellen werden am besten mit dem Haarfön (auf kalt stellen) trockengefönt. Ein kleiner Tipp: Wer sich die Nägel nach dem Schwimmen einölt, macht es dem Pilz zusätzlich schwer.

Fussduschen sind nicht ratsam

In vielen Schwimmbädern gibt es Fussduschen, um die Füsse zu desinfizierten. Doch die enthaltenen Desinfektionsmittel zerstören den Säure- und Fettschutzmantel, der Haut und Nägel vor Krankheitserregern schützt. Die Reinigungsmittel greifen die Nageloberfläche an, rauen sie auf und „öffnen“ den Nagel für einen Pilzbefall. Zudem werden die Fussduschen von vielen Menschen genutzt und so sammeln sich gerade hier Keime und Pilze in grosser Zahl. Daher gilt es, die Fussdesinfektionsduschen zu meiden.

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