Gesundheit, Wellness, Medizin

Fast 40 Prozent der in Pflegeheimen lebender Menschen leiden nach neuesten Untersuchungen an Schluckbeschwerden. Doch das wird häufig nicht erkannt: Im Gegensatz zu Frankreich, Grossbritannien und den U.S.A. haben Mediziner in Deutschland den Zusammenhang von Alter- und Schluckbeschwerden nicht genügend beachtet, warnte das Deutsche Instituts für Ernährungsmedizin und Diätetik (DIET).

Handlungsbedarf bestehe vor allem beim medizinischen Personal und den ernährungsmedizinischen Fachkräften in Kliniken und Pflegeeinrichtungen. Die in der Medizin als „Dysphagie“ bezeichneten Schluckstörungen können schwerwiegende Folgen haben – im Extremfall sogar Lungenentzündung.

„Mehr als 50 Prozent der Schlaganfall-Patienten leiden unter Dysphagie“, berichtet Bettina Dörr, ernährungswissenschaftliche Leiterin des DIET. Dysphagie führt dazu, dass Nahrung, Flüssigkeiten oder Speichel auf unkontrollierte Weise in den Rachen und schliesslich in die Luftröhre gelangt. Diese „Aspiration“ verursacht in Extremfällen Lungenentzündung.

Dörr verweist auf eine Studie, die belegt, dass Lungenentzündungen infolge von Aspiration in 20 Prozent der Fälle für den Tod von Schlaganfall-Patienten im ersten Jahr nach dem Schlaganfall verantwortlich sind. Weitere 10 bis 15 Prozent erliegen in den Folgejahren dieser Infektion.

Noch öfter führt die Schluckstörung zu Mangelernährung, Austrocknen und zu Panik bei den Betroffenen. Laut DIET sind bis zu 7 Prozent der Bevölkerung von den Beschwerden betroffen. Als Ursachen der Dysphagie führt die Ernährungswissenschaftlerin folgende Krankheiten an: Schlaganfall, Parkinson, Alzheimer, Multiple Sklerose, Krebs und Demenz. Auch Psychopharmaka, AIDS und Strahlentherapie können diese Störung auslösen. Dysphagie äussert sich durch häufiges Husten, Räuspern und Würgen beim Essen, häufiges Verschlucken, heisere Stimme und Appetitlosigkeit, manchmal auch Nahrungsverweigerung und Gewichtsabnahme.

Die Diagnose erfolgt im Idealfall durch Endoskopie und Sonographie der Halsregion, manchmal auch durch Röntgenuntersuchung und Computertomographie. Die Therapie richtet sich in erster Linie nach der Krankheit, welche die Schluckstörungen ausgelöst hat. Daneben sind Krankengymnastik und logopädische Therapie mit Schlucktraining und Veränderung der Essgewohnheiten erforderlich.

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