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Protein lässt Krebsgeschwüre bei Mäusen ohne Nebenwirkungen verschwinden Krebsforscher haben einen Weg entdeckt, die Resistenz von Tumoren gegenüber Krebsmedikamenten zu überwinden. Mit ihrer Arbeit ebnen die Wissenschaftler vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) und der Universität Ulm den Weg für neue Behandlungsstrategien in der Krebsmedizin, berichtet das DKFZ. Klaus-Michael Debatin und seine Kollegen haben ihre Forschungen in der Augustausgabe der Zeitschrift Nature Medicine veröffentlicht (Bd. 8, S. 808).

Die meisten Krebsmedikamente wirken dadurch, dass sie in den Tumorzellen das zelleigene Selbstmordprogramm, die Apoptose auslösen. In den Zellen vieler Tumoren ist die Apoptose jedoch blockiert und die Geschwülste sind resistent gegenüber herkömmlichen Behandlungsmethoden. Debatin von der Universitätsklinik Ulm und dem DKFZ Heidelberg und seine Kollegin Simone Fulda haben entdeckt, dass diese Blockade mit Hilfe des so genannten Smac-Proteins aufgehoben werden kann.

Smac wird in gesunden Zellen als Antwort auf Selbstmordsignale gebildet und leitet weitere Schritte auf dem Weg zum Zelltod ein. Fulda und Debatin haben Smac-Peptide, kurze Abschnitte des Proteins, hergestellt, die in resistente Tumorzellen einwandern und diese wieder für Selbstmordsignale sensibilisieren können. Sie konnten zeigen, dass Smac in der Lage ist, die Resistenz von Tumoren aufzuheben. Die Wissenschaftler verabreichten Mäusen mit bösartigen Gehirntumoren eine Kombination aus Smac-Peptiden und einer Substanz, die den Zelltod auslöst. Bei allen Tieren verschwanden die Krebsgeschwülste ohne erkennbare Nebenwirkungen vollständig.

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