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Aspirin bekämpft bei einer Infektion mit dem Bakterium Staphylococcus aureus nicht nur die Symptome einer Entzündung, sondern greift auch direkt in den krankmachenden Stoffwechsel des Erregers ein. Das berichten amerikanische Wissenschaftler im Fachmagazin Journal of Clinical Investigations (Bd. 112, S. 222).

Der Erreger Staphylococcus aureus ist der Auslöser für viele schwerwiegende Entzündungen wie beispielsweise Herzinnenhautentzündung, bestimmte Formen der Lungenentzündung, Knochenmarkentzündungen, Abszesse und Blutvergiftung. Bisher liessen sich diese Krankheiten nur mit starken Antibiotika behandeln, die bei den Patienten zum Teil extreme Nebenwirkungen hervorrufen.

Mit dem Einsatz von Aspirin hoffen die Wissenschaftler, die Gefahr der Bildung resistenter Staphylococcus-Stämme beispielsweise in Krankenhäusern eindämmen zu können. Auch Patienten, die schon an resistenten Formen einer Staphylococcus-Infektion leiden, könnten erfolgreich behandelt werden.

Das aus Aspirin entstehende Stoffwechselprodukt Salicylsäure unterdrückt sowohl die Anlagerung der Bakterien an die Zielzelle als auch die Bildung eines bakteriellen Giftstoffs, der Blutzellen zerstört. Eine solche Therapie wäre für Patienten deutlich weniger belastend als die bisherige Antibiotika-Therapie, da Aspirin im Gegensatz zu vielen Antibiotika im Allgemeinen gut verträglich ist.

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