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Eine dem Vitamin A ähnliche Substanz kann ehemalige Raucher möglicherweise vor Lungenkrebs schützen, schreiben Krebsforscher vom M D Anderson Cancer Center der Universität in Houston (USA) in der Fachzeitschrift Journal of the National Cancer Institute (5. Februar). Das Medikament könnte die Herstellung eines Eiweisses anregen, das die Entwicklung von Lungenkrebs verhindert, vermuten die Wissenschaftler.

Jonathan Kurie und seine Kollegen beobachteten 177 ehemalige Raucher über einen Zeitraum von drei Monaten, in dem sie entweder die Substanz „9-cis-RA“ oder ein Placebo erhielten. Bei den Ex-Rauchern, die das Medikament einnahmen, fand sich das schützende Protein in mehr Lungengewebsproben als in der Placebo-Gruppe. Mit einem anderen Vitamin-A-Verwandten war es bereits früher gelungen, das Voranschreiten von Krebs im Kopf- und Halsbereich zu verhindern.

Beim Rauchen entstehen mit der Zeit genetische Veränderungen der Lungenzellen, die die Entwicklung von Lungenkrebs begünstigen. Die neu erprobte Substanz könne die genetischen Auffälligkeiten wieder rückgängig machen, erklärt Studienleiter Jonathan Kurie. Allerdings konnte die Studie nicht nachweisen, dass Zellen, die sich bereits in einem Vorstadium von Krebs befinden, wieder „geheilt“ werden können.

„9-cis-RA“ sei jedoch nicht das ideale Medikament gegen Lungenkrebs, da es beträchtliche Nebenwirkungen verursachen könne, sagt Kurie. So traten bei einigen Probanden Kopfschmerzen, Müdigkeit und Hautausschläge auf. Daher testen die texanischen Wissenschaftler parallel noch weitere Medikamente gegen Lungenkrebs.

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