Gesundheit, Wellness, Medizin

Kaffetrinken und die daraus resultierenden gesundheitlichen Risiken sind schon lange ein heiss diskutiertes Thema unter Medizinern und Ernährungswissenschaftlern. Doch auch die Art der Zubereitung scheint eine erhebliche Rolle für die gesundheitlichen Folgen des Kaffeegenusses zu spielen.

Eine kürzlich veröffentlichte Studie (New Scientist, 29 Januar, S 28). konnte belegen, dass ungefilterter Kaffee bei seinem Konsumenten zuerhöhten Werten an „schlechtem“ LDL-Cholesterin (low density lipoprotein- Cholesterin) führt. Sogenannte Diterpene sollen dafür verantwortlich sein, die bei der Zubereitung von Filterkaffee normalerweise im Aromaflies zurückgehalten werden.

Wer sich jedoch wegen seiner Filterzubereitung in Sicherheit wiegt, der soll nun eines Besseren belehrt werden. Marina Grubben von der Landwirtschaftlichen Universität in Wageningen, Niederlande, stellte eine Verbindung zwischen Kaffee und erhöhten Werten an der Aminosäure Homocystein bei den Konsumenten her. Auch die gefilterte Zubereitung scheint weiteren Untersuchungen zufolge das neu erkannte Risiko aus dem schwarzen Muntermacher nicht zu reduzieren. In medizinischen Kreisen wird behauptet, Homocystein sei ebenso gefährlich für das Herz wie Cholesterin.

In der neuesten Studie untersuchte Grubben´s Team die Blutwerte von 30 Erwachsenen, die über einen Zeitraum von zwei Wochen täglich etwa einen Liter ungefilterten Kaffee zu sich nahmen. Weitere 34 Personen tranken während dessen nur Wasser, Tee und Milchgetränke. Das Ergebnis wurde in der aktuellen Ausgabe des American Journal of Clinical Nutrition veröffentlicht. Demnach führte der Konsum von ungefiltertem Kaffee zu einer Erhöhung der Homocystein-Werte um etwa 10 Prozent.

Petra Verhoef von dem Wageningen Centre for Food Sciences erfuhr von diesem Ergebnis und stellte sich die Frage, ob die Ursache für die erhöhten Homocystein-Werte ebenfalls in den Diterpenen zu finden sei, wie es schon für die Erhöhung der Cholesterinwerte der Fall ist. Darum führte Verhoef mit 26 Probanden eine ähnliche Studie durch, nur mit dem Unterschied, dass die Kaffeetrinker ihr Gebräu über vier Wochen gefiltert einnahmen. Als die Homocystein-Werte der Personen dieses Tests sogar um 18 Prozent zunahmen, war die Überraschung gross. „Ich hätte nicht gedacht, dass der Konsum von Filterkaffee solch einen Einfluss auf die Homocystein-Werte haben könnte, obwohl nach dem Filterungsprozess keine Diterpene mehr enthalten sind“, wundert sich Verhoef über das Resultat.

In weiteren Untersuchungen sollen andere Inhaltsstoffe des anregenden Getränks auf ihre Auswirkungen für die Homocystein-Werte der Konsumenten überprüft werden. „Möglicherweise ist das Koffein der auslösende Faktor“, so Verhoef abschliessend.

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