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Bildschirmarbeiter und Menschen die viel lesen, überanstrengen ihre Augen leicht

Wenn Ihr Gegenüber die Augen verdreht, nehmen Sie es nicht unbedingt persönlich. Die Augen zu verdrehen kann nämlich auch ein prima Training nach einem anstrengen Bürotag sein. Lange Computerarbeiten, intensives Lesen und Sichten von Unterlagen können den Sehapparat stark strapazieren. „Die inneren Augenmuskeln sind durch die permanente Naheinstellung ständig angespannt, Verkrampfung und Mangeldurchblutung drohen“, erklärt Dr Volkhart Brethfeld von Berufsverband der Augenärzte Deutschlands in der „Apotheken Umschau“. Die Betroffenen spüren es an müden, gereizten und brennenden Augen. Manchmal stellt sich auch ein Fremdkörpergefühl ein. Selbst allgemeine Erschöpfung, Gereiztheit und Müdigkeit können auf überanstrengte Augen zurückzuführen sein.

In vielen Berufen, bei Schülern, Studenten oder anderen Menschen, die intensiv lernen müssen, ist das stundenlange Arbeiten am Computer, mit Lehrbüchern oder umfangreichen Unterlagen nicht zu vermeiden. Wer seinen Augen zwischendurch Pausen gönnt und ihnen aktive Entspannung ermöglicht, kann die unangenehmen Folgen unter Kontrolle halten. Die Übungen dazu lassen sich an jedem Arbeitsplatz leicht durchführen.

Augen, die lange die gleiche Entfernung fixieren mussten, freuen sich über Abwechslung. Fixieren Sie einen Stift in etwa 30 Zentimeter Entfernung vor der Nase. Dann soll der Blick in die Ferne schweifen, verschiedene Gegenstände abfahren und wieder zum Stift zurückkehren. Es geht auch noch einfacher: Einen Zeigefinger etwa fünfzehn Zentimeter vor die Nase halten, den anderen weitere 15 Zentimeter dahinter. Den Blick langsam und gleichmässig von einem Finger zum andern richten. Auch Seitwärts-Blickänderungen helfen entspannen: Erst geradeaus schauen, dann ein paar Sekunden lang mit beiden Augen nach rechts blicken, den Kopf gerade halten. Dann wieder zur Mitte und nach links schauen, anschliessend die Augen schliessen und entspannen. Diese wie die vorhergehende Übung wiederholt man viermal. Wichtig ist es auch, kurzzeitig Reize auszuschalten: Bedecken Sie die geschlossenen Augen mit den gewölbten Handflächen. So dringt kein Licht ein und die Augenmuskeln entspannen sich. Keinen Druck auf die Augäpfel ausüben und so lange halten, wie es angenehm ist. Bei Bedarf wiederholen.

Augen danken es auch, wenn der Raum öfter gelüftet wird. Der erhöhte Sauerstoffgehalt der Luft wirkt wie ein natürlicher Augenbefeuchter. Computerarbeiter sollen zudem öfter blinzeln. Normalerweise schliessen sich die Lider etwa 22mal pro Minute. Bei der Arbeit am Computer sind es aber nur bis zu sieben Lidschläge. Die Folge: Der Tränenfilm wird seltener erneuert und trockene Augen ermüden schneller.


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