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Forscher finden Zusammenhang zwischen dem Genuss bestimmter Pflanzen und dem Risiko, an der extrem aggressiven Krebsart zu erkranken

Ein hoher Gemüsekonsum senkt das Risiko für Bauchspeicheldrüsenkrebs um 50 Prozent. Das schliessen amerikanische Forscher aus einer Studie mit mehr als 2.000 Probanden. Gelbe Gemüsesorten sowie solche mit dunklen Blättern wirken besonders effektiv gegen den aggressiven Krebs. Der Genuss von fünf kleinen Portionen dieser Gemüsesorten täglich schützt dabei am wirksamsten vor der extrem aggressiven Krebsart.

Die Forscher befragten für ihre Untersuchung 2.233 Versuchspersonen, von denen 532 an Bauchspeicheldrüsenkrebs erkrankt waren, wie viele Portionen Gemüse oder Früchte sie im vergangenen Jahr täglich gegessen hatten. Als eine Portion galt entweder die einer halben Tasse gekochtes Gemüse entsprechende Menge, zwei Tassen Blattsalat oder eine mittelgrosse Frucht. Zusätzlich ermittelten die Forscher auch, welche Gemüse- und Früchtesorten konsumiert worden waren. Ausserdem hatten die Probanden Fragen zu ihrem Lebenswandel und Risikofaktoren wie Rauchen, dem ausgeübten Beruf und den sonstigen Ernährungsgewohnheiten zu beantworten.

Das Resultat: Zwiebeln, Knoblauch, Bohnen, gelbe Gemüsesorten wie Karotten, Mais und Süsskartoffeln, aber auch Gemüse mit dunklen Blättern und Kreuzblütlergewächse wie Kohl und Brokkoli schützten am besten vor Bauchspeicheldrüsenkrebs. Einen etwas schwächeren schützenden Effekt hatten Gemüsesorten mit hellgrünen Blättern sowie Tomaten. Früchte, insbesondere Zitrusfrüchte, verminderten zwar auch das Krebsrisiko, jedoch deutlich weniger als Gemüse, stellten die Wissenschaftler fest.

Der Verzehr von täglich mindestens fünf Portionen der schützenden Gemüse- oder Früchtesorten senkte das Bauchspeicheldrüsenkrebsrisiko um 50 Prozent, verglichen mit dem Konsum von höchstens zwei Portionen pro Tag, ergab die Auswertung. Die Resultate würden jedoch nicht nur darauf hindeuten, welche Früchte und Gemüsesorten nützlich seien, erklären die Forscher. Zum Beispiel spiele auch die Art und Weise, wie die Nahrung zubereitet werde, eine grosse Rolle. So schütze rohes Gemüse besser vor Krebs als gekochtes, und Bratkartoffeln wirkten sich im Gegensatz zu gekochten Kartoffeln sehr wahrscheinlich eher negativ aus als.

Elizabeth Holly (Universität von Kalifornien, San Francisco) et al.: Cancer, Epidemiology, Biomarkers and Prevention (September-Ausgabe)

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