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 - MedizinStudie: Bei der Therapie sollten beide Krankheiten getrennt voneinander behandelt werden

Bei Patienten mit chronischen Schmerzen und damit einhergehenden Depressionen sollten beide Krankheitsaspekte getrennt behandelt werden. Eine alleinige Behandlung mit Antidepressiva muss nicht zwangläufig auch zur Schmerzlinderung beitragen, fanden amerikanische und deutsche Forscher heraus. Bislang gingen Mediziner davon aus, dass mit der Depression auch das Schmerzempfinden schwindet. Für ihre Studie untersuchten die Forscher 53 Patienten mit Fibromyalgie, einer chronischen Schmerzerkrankung.

Die chronische Erkrankung Fibromyalgie geht mit Schmerzen in allen Körperbereichen und Erschöpfungszuständen einher. Ihre Ursache ist noch ungeklärt. Auch das Tastempfinden wird gestört. Die Forscher untersuchten, wie die 53 erkrankten und weitere 42 gesunde Probanten auf eine Druckbelastung ihres linken Daumennagels reagierten. Mit der funktionellen Magnetresonanztomographie überprüften sie die Aktivität der Gehirnbereiche, die für das Schmerzempfinden zuständig sind. Bei kranken Patienten feuerten die Neuronen schon bei geringerem Druck.

Anschliessend verglichen die Forscher die Schmerzgrösse und die Empfindlichkeit für Schmerz mit den Depressionssymptomen bei den Patienten. Dabei fanden sie heraus, dass die Stärke der Depression kaum einen Einfluss auf das Schmerzempfinden hat. Dies hatten bereits andere Studien nahegelegt. Mit dem bildgebenden Verfahren konnten diese Befunde nun bestätigt werden, sagt der Mediziner Daniel Clauw. Damit sei auch geklärt, wieso viele Fibromyalgie-Patienten nach einer Therapie gegen Depressionen wieder mit Schmerzbeschwerden in die Arztpraxen zurückkehren.

Vermutlich liessen sich die Ergebnisse ihrer Studie auch auf andere chronische Schmerzerkrankungen übertragen, erklären die Mediziner. Dazu zählen sie das Schleudertrauma und den Reizdarm. Nach Angaben der Forscher treten bei 30 bis 54 Prozent der Patienten mit chronischen Schmerzerkrankungen auch Depressionen auf.

Daniel Clauw (Universität Michigan, Ann Arbor) et al.: Arthritis & Rheumatism, Mai 2005, S. 1577
ddp/wissenschaft.de “ Martin Schäfer

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