Gesundheit, Wellness, Medizin

Die Obergrenze eines als gesund geltenden Body Mass Index‘ (BMI) könnte zu hoch gesteckt sein, wenn sich eine Studie an der australischen Urbevölkerung auf Europäer übertragen lässt. Demnach würden schon leicht übergewichtige Menschen mit einem BMI zwischen 22 und 25 fast dreimal häufiger an Diabetes vom Typ II erkranken als Menschen mit einem niedrigeren Wert, berichten Forscher in der Fachzeitschrift „Diabetes Research and Clinical Practice“ (Bd. 57 (1), S. 23). Bisher gilt in Europa ein BMI unter 25 als unbedenklich.

Der BMI gibt an, wie das Gewicht eines Menschen im Verhältnis zu seiner Körpergrösse steht. Er errechnet sich aus dem Körpergewicht, geteilt durch die Körpergrösse in Metern zum Quadrat genommen.

Die Forscher um Mark Daniel von der Universität North Carolina hatten den BMI bei mehr als 2600 Aborigines aus entlegenen Gegenden Australiens bestimmt und untersucht, wie gut ihre Körper Zucker verarbeiten konnten. Dabei fanden sie heraus, dass Aborigines mit einem BMI von mehr als 22 viermal häufiger an Diabetes litten. Schon ein geringes Übergewicht erhöhte das Risiko bereits um das Dreifache. Könnten Ärzte verhindern, dass der BMI ihrer Patienten über 22 steigt, könnten knapp die Hälfte aller Diabetes-Erkrankungen verhindert werden, schätzt Daniel.

„Schon ein geringes Übergewicht kann über lange Zeit zu Diabetes führen“, sagt auch Helmut Henrichs vom Deutsche Diabetes-Union e.V.. Allerdings seien die genauen BMI-Werte nicht ohne weiteres auf andere ethnische Gruppen zu übertragen. Weisse scheinen auf die schädlichen Auswirkungen von Übergewicht beispielsweise weniger empfindlich zu reagieren als die Ureinwohner Australiens, schreiben auch Daniel und seine Kollegen.

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