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Altes Vorurteil, bei Frauen seien Herzinfarkte seltener, könnte eine Ursache der Fehldiagnosen sein

Herzinfarkte bleiben bei Frauen häufiger unerkannt als bei Männern. Das haben britische Forscher in einer Studie nachgewiesen. Die Mediziner um Eric Kilpatrick vom Royal Infirmary in Hull werteten für ihre Untersuchung die Daten von 5.000 Patienten aus, die mit Herzbeschwerden in nordenglische Krankenhäuser eingeliefert worden waren. Ihre Ergebnisse schildern die Forscher im Fachmagazin Heart (Bd. 91, S. 237).

Bei 1.300 der Patienten waren im Blut erhöhte Werte des so genannten Cardialen Troponins T festgestellt worden. Dieses Eiweiss entweicht bei einem Herzinfarkt aus dem zerstörten Herzmuskelgewebe und ist dann in der Blutbahn nachweisbar. Eine Bestimmung des Troponinwerts gehört daher seit fünf Jahren zu den empfohlenen Standardtests bei Verdacht auf einen Herzinfarkt.

Trotz der erhöhten Troponinwerte wurde insgesamt nur bei 560 Patienten ein Herzinfarkt diagnostiziert. Bei Männern lag dabei die Trefferquote bei 46 Prozent, bei Frauen nur bei 33 Prozent. Darin sehen die Forscher ein Indiz dafür, dass bei Frauen Herzinfarkte eher nicht diagnostiziert werden als bei Männern. Die Annahme, bei Frauen seien Herzinfarkte generell seltener, könnte mit für dieses Ungleichgewicht verantwortlich sein, vermuten die Mediziner.
ddp/wissenschaft.de “ Martin Schäfer

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