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Glucosamin ist ein Naturstoff, der in Deutschland in Arzneimitteln bei Gelenkverschleiß (Arthrose) verwendet wird. Auch viele Nahrungsergänzungsmittel enthalten diesen Eiweißzucker. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit und das Bundesinstitut für Risikobewertung warnen jetzt vor Wechselwirkungen der Glucosamin-Präparate mit Medikamenten.

Gesundheitsprodukte mit Glucosamin können nach einvernehmlicher Einschätzung des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) und der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) erhebliche Risiken für Patienten bergen, die gleichzeitig blutgerinnungshemmende Medikamente aus der Substanzklasse der Cumarine einnehmen. Cumarin-haltige Medikamente sind zum Beispiel Marcumar, Falithrom, Marevan oder Sintrom. Der Eiweißzucker Glucosamin wird in Nahrungsergänzungsmitteln in niedrigen Dosierungen von unter 1.250 mg/Tag eingesetzt. Man könnte deshalb vermuten, dass diese unbedenklich sind und völlig risikofrei mit Cumarin eingesetzt werden können. Das ist jedoch nicht der Fall.

Studien bringen (keine) Gewissheit – Risiko für Patienten bleibt bestehen

Bereits 2008 wurde von den Wissenschaftlern Knudsen und Sokol auf die potentiell gefährlichen Wechselwirkungen zwischen Glucosamin und Cumarin hingewiesen. In 2009 hatte das BfR dann informiert, dass aus den bis dahin vorliegenden Studien keine unbedenkliche Glucosamin-Dosierung abgeleitet werden könne. Auch Nahrungsergänzungsmittel, die wenig Glucosamin enthalten, gelangten deshalb in den Fokus. In seiner jüngsten Stellungnahme aus dem Jahr 2012 hat das BfR seine Einschätzung noch einmal ausdrücklich bestätigt. Die EFSA bestätigte nun diese Bewertung sowie das Risiko von Wechselwirkungen zwischen Glucosamin und Cumarin. In einigen Fällen traten bei Patienten sogar Organblutungen auf. Auch bei Patienten mit einem bekannten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen sei, so die europäische Behörde, Vorsicht geboten.

Ernährung bei Arthrose: Neuer Gesundheitsbrief zeigt Alternativen

„Wir haben viele Patienten, die mit Gelenkbeschwerden zu uns kommen. Diese Warnhinweise für Glucosamin sind wichtig für uns Therapeuten. Schließlich müssen wir in der Empfehlung für unsere Patienten auch bei Nahrungsergänzungsmitteln auf der sicheren Seite sein“, sagt Heilpraktiker Peter Germann, erster Vorsitzender des Vereins für Naturmedizin „Portal Naturheilkunde e.V.“

Arthrose-Patienten, die jetzt nicht auf speziell für die Gelenkgesundheit entwickelte Nahrungsergänzungsmittel verzichten möchten, können sich in dem neuen Gesundheitsbrief des Portal Naturheilkunde e.V. über aktuelle Ansätze informieren.http://www.portal-naturheilkunde.de

„Wir können mit unserem Serviceangebot hier eine Hilfestellung leisten. Alternativ zu Glucosamin hat sich in der Praxis z. B. Trink-Kollagen zur Unterstützung der Gelenkgesundheit bewährt, wie beispielsweise in CH-Alpha mit Hagebutte oder Trinkgelatine Ducray, so Germann weiter.
Bestellen kann man den kostenlosen Gesundheitsbrief zum Thema Arthrose am kostenfreien Service-Telefon unter 0800/7744321 oder per E-Mail an info@portal-naturheilkunde.de (Hinweis für E-Mail-Besteller: Bitte geben Sie Ihre Postanschrift mit an).

Quellen:
1. http://www.bfr.bund.de/de/presseinformation/2012/07/glucosamin_in_nahrungsergaenzungsmitteln__riskant_auch_fuer_patienten__die_cumarin_antikoagulanzien_einnehmen-128853.html
2. Knudsen JF, Sokol GH (2008), Pharmacotherapy 28: 540-548
3. Stellungnahme Nr. 004/2010 des BfR vom 14.08.2009



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