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Gene aus drei verschiedenen Organismen ergeben das neue angeblich hochwirksame Malaria-Mittel Artemisinin, berichten Wissenschaftler der University of California in Berkeley http://www.berkeley.edu . Der Stoff ist zwar schon seit den 70-er Jahren bekannt, seine Herstellung war aber bisher viel zu teuer, berichtet BBC-Online http://news.bbc.co.uk . Die Forschungsergebnisse werden in der jüngsten Ausgabe des Wissenschaftsmagazins Nature Biotechnology http://www.nature.com/nbt veröffentlicht.
Für das neue Präparat haben die Wissenschaftler Gene aus drei verschiedenen Organismen extrahiert und kombiniert: Ein Bakterium, Hefe und aus der Heilpflanze den Chinesischen Beifuss (Artemisia annua). Das Endresultat war nach Angaben der Forscher der Stoff Artemisinin, der auch gegen Malariastämme, bei denen andere Präparate nicht mehr wirken, helfen soll. Der Stoff, der seit den 70-er Jahren in China erprobt wurde, war aber zu teuer, weil das Extrahieren der Wirkstoffe zu aufwändig war. Das Forschungsteam um Jay Keasling von der Universität in Berkeley hat einen neuen Zugang zu den Wirkstoffen der Heilpflanze gefunden: Mithilfe der schnell wachsenden E. coli-Bakterien ist es den Wissenschaftlern gelungen, das Präparat rasch und einfach herzustellen. Keasling will mit dieser Methode Gene in Bakterien einschleusen und auch andere Präparate, bei denen pflanzliche Extrakte verwendet werden, schnell, effektiv und kostengünstig herstellen. Der Forscher ist davon überzeugt, dass sich diese Technik für die Herstellung anderer chemischer Verbindungen aus Pflanzenextrakt-Derivaten, so genannte Isoprenoide, eignet. Eines davon ist etwa das hochwirksame Krebspräparat Taxol.
Wissenschaftler schätzen, dass es über 30.000 Pflanzenextrakte gibt, die gegen verschiedene Erkrankungen verwendet werden können. Allerdings stehen die Forscher erst am Anfang ihrer Arbeit, denn das Extrahieren der chemischen Wirkstoffe und die Untersuchung dieser würde viel zu viel kosten. Keasling sieht seine Entdeckung als grosse Chance neue Heilpflanzen genauer unter die Lupe zu nehmen. „Der Prozess ist für viele von Bedeutung: Pharmakonzerne, die nach neuen Krebspräparaten suchen, Regierungen, die Antibiotika gegen Biowaffen-Terroranschläge brauchen, und Industrien, die Geschmackskomponenten, Aromen und Düfte herstellen“, so der Forscher.
Extrakte aus der Artemisia annua werden in den Missions-Spitälern Ostafrikas auch bei Aids-Patienten angewendet. Sie sollen hervorragende Heilwirkungen bei der Stärkung des Immunsystems entfalten. Unter anderem regulieren sie die Monatsblutung und können bei Fieber, Leber- und Nierenproblemen helfen.

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