Gesundheit, Wellness, Medizin

Forscher der Neurologischen und der Psychiatrischen Klinik des Bereichs Humanmedizin der Universität Göttingen http://www.humanmedizin-goettingen.de und der Psychiatrischen Klinik Erlangen http://www.psych.med.uni-erlangen.de haben ein neues Verfahren entwickelt, um die Alzheimer Erkrankung von der Creuzfeldt-Jakob-Erkrankung zu unterscheiden. Arbeitsgruppen um Markus Otto in Göttingen und Jens Wiltfang in Erlangen konnten herausfinden, dass bei beiden Patientengruppen kleine Eiweissbruchstücke (Peptide), so genannte beta-Amyloid-Peptide (Ass-Peptide), im Nervenwasser in unterschiedlicher Weise verändert sind.

Durch ein von Wiltfang entwickelten Nachweisverfahren konnten neben den bereits bekannten Ass-Peptiden 1-40 und 1-42 weitere Ass-Peptide nachgewiesen werden. Durch die Untersuchung dieses Ass-Peptidmusters im Nervenwasser sind die beiden Erkrankungen leichter zu unterscheiden. Das neue Verfahren beruht auf der Verwendung eines harnstoff-basierten Gelsystems, das die Auftrennung von Ass-Peptiden ermöglicht, auch wenn diese sich nur in einer einzigen Aminosäure unterscheiden.

Mit diesem Verfahren zeigte sich, dass sowohl bei Alzheimer- als auch bei Creutzfeldt-Jakob-Demenz besonders deutlich das Ass-Peptid 1-42 erniedrigt ist, aber dennoch beide Demenzerkrankungen durch zusätzliche Abweichungen im Ass-Peptidmuster unterschieden werden können. Dafür kann der Quotient aus Ass1-39 und Ass1-42 eingesetzt werden, der eine effektive Trennung zwischen beiden Patientengruppen ermöglicht. Das Verfahren ist in der derzeit vorliegenden Form nicht für die Untersuchung grosser Patientenzahlen gedacht, sondern als laborchemische Hilfestellung, wenn die klinische Abgrenzung zwischen beiden Demenzerkrankungen schwierig ist.

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