Gesundheit, Wellness, Medizin

Mineral Wasserweg in Scoul (CH) und Umgebung

„Solche Wässer gibt es wie die
Erden, welche sie durchfliessen.“
Aristoteles (384-322v Ch~.)

In der Region von Ftan-Scuol-Tarasp-Sent entspringen über 20 hochwertige Mineralwasserquellen. Dieser Reichtum auf kleinstem Raum ist auf eine geologische Besonderheit, das „Unterengadiner Fenster“, zurückzuführen: entlang einer lang-elliptischen Zone zwischen Guarda im Unterengadin und Prutz im Tirol ist die Erosion in den letzten 1.5 Mio. Jahren derart weit fortgeschritten, dass die penninischen Bündnerschiefer, welche ursprünglich von kristallinen und dolomitischen Decken überlagert waren, sichtbar geworden sind. Aus dem Bündnerschiefer treten ” je nach durchflossenem Gestein und je nach Verweildauer des Wassers im felsigen Untergrund ” Mineralwässer mit verschiedensten Inhaltsstoffen wie Calcium, Magnesium, Natrium, Kalium, Eisen, Chlorid, Sulfat und vor allem natürliche Kohlensäure. Die starke Mineralisation unserer „Sauerwässer“ zeigt sich an den meist rötlichen Kalkablagerungen bei den Quellfassungen und in den Dorfbrunnen.

Ein Dokument von 1369 erwähnt zum ersten mal eine Quelle mit „Salzwasser“ (die heutige Luzius-Quelle), aber die Mineralwässer waren höchstwahrscheinlich schon den ersten Bewohnern der Gegend bekannt. Von Paracelsus (1533) und Conrad Gesner (1561) stammen Beschreibungen von Mineralquellen der Region. Erste exakte Analysen wurden 1857 vorgenommen, und während der folgenden Jahrzehnte hat sich Scuol-Tarasp-Vulpera zu einem international bekannten Kurort entwickelt. Grosse Hotels oder die Trinkhalle in Nairs sind noch heute Zeugen jener Zeit. Der Fortschritt wurde jedoch durch die beiden Weltkriege gehemmt, und die Tradition der Badekuren ist in Vergessenheit geraten. Das Interesse an natürlichen Heilmethoden und eine neue Kultur des ganzheitlichen Wohlbefindens („Wellness“) hat dem Mineralwasser wieder Bedeutung gegeben, und in diesem Zusammenhang ist 1993 das neue Erlebnis- und Gesundheitsbad Bogn Engiadina Scuol (mit integriertem Wellness und Therapiezentrum) eröffnet worden.

Der Mineralwasserweg will das Interesse an der faszinierenden Welt der Mineralquellen neu beleben, Wissen vermitteln und dazu einladen, verborgene Schönheiten unserer Landschaft zu entdecken. Er wird von der Stiftung „Pro Aua Minerala“ realisiert, die von den Gemeinden Ftan, Scuol, Sent und Tarasp getragen wird. Die im August 2003 eröffnete erste Etappe umfasst 11 Quellen.

Eine Karte mit Beschreibung können Sie hier, als PDF, herunter laden.

Informationen zu dem Kurort Scuol finden Sie hier.

Die Homepage des Kurortes finden Sie hier.


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