Gesundheit, Wellness, Medizin

Eine weniger bekannte Gefahr für Menschen mit Schlafapnoe ist der Typ-2-Diabetes. Eine grossangelegte Untersuchung der Yale University/USA, die über einen Zeitraum von sechs Jahren verlief und fast 600 Patienten erfasste, hat ergeben, dass Schlafapnoiker mit zweieinhalb Mal so hohe Wahrscheinlichkeit eine Insulinresistenz entwickelten wie Teilnehmer ohne nächtliche Atemprobleme.

Das gleiche Ergebnis wurde im Rahmen des Kongresses „Diabetes und obstruktive Schlafapnoe, eine gefährliche Kombination“ in Kopenhagen durch die Wissenschaftler der Universitätsklinik Erlangen vorgestellt.

Bekannt ist, dass die Atemaussetzer eine ganze Kaskade von Stressreaktionen auslösen, die zu einer erhöhten Cortisolproduktion führen und damit eine Abnahme der Insulinwirkung – und somit eine Neigung zu Diabetes – bedingen. Die Forscher untersuchten daher die Blutzuckereinstellung und Insulinantwort bei Patienten vor und nach einer Schlafapnoe-Therapie.

Bei den behandelten Patienten in der Universitätsklinik Erlangen als auch bei den vergleichbaren amerikanischen Studien kam es schon nach kurzer Therapiedauer zu einer messbaren Verbesserung der Insulinwirkung.

Die Schlafapnoe ist ebenso wie der Diabetes mellitus, der Bluthochdruck und die Fettstoffwechselstörungen Bestandteil des metabolischen Syndroms.

Quelle:

Dr. med. (SYR) Antoine Aschmann, Spezialarzt FMH ORL, Zürich, Am Schanzengraben 29, CH-8002 Zürich, Tel: +41 (0) 44 202 44 44



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