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Der Reizdarm – auch „nervöser Darm“ oder „Reizkolon“ genannt, ist eine sehr häufige Erkrankung. Experten schätzen, dass mindestens 15 Prozent der Bevölkerung darunter leiden. Frauen sind doppelt so häufig betroffen wie Männer. Das Alter scheint bei dieser Erkrankung keine Rolle zu spielen. Die Beschwerden sind oft sehr unterschiedlich, so können Durchfall, Verstopfung oder Blähungen auftreten. Dazu haben die Patienten oft quälende Bauchschmerzen und Krämpfe im Unterbauch.

Reizdarmpatienten wird häufig empfohlen, mehr Ballaststoffe zu sich zu nehmen. Die Wirksamkeit der entsprechenden pflanzlichen Präparate war bisher jedoch nicht wissenschaftlich gesichert. Eine der wenigen Ausnahmen scheint Flohsamen (Pflanze Plantago ovata) zu sein, wie Forscher der Universität Utrecht jetzt in der Fachzeitschrift British Medical Journal berichten. *

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In ihrer Studie haben die Niederländer nun herausgefunden, wie wirksam unlösliche Pflanzenfasern beim Reizdarmsyndrom wirklich sind und dass die im Flohsamen reichlich enthaltenen löslichen Pflanzenfasern die bessere Alternative sind. Als mutmaßlich wirkungslose Kontrolle erhielt ein Teil der Patienten Reismehl, in dem fast keine intakten Pflanzenfasern mehr enthalten sind. Untersucht wurden 275 Patienten mit Reizdarmsyndrom, die zwei Mal täglich jeweils entweder 10 Gramm Kleie, Reismehl oder Flohsamen (auch als Psyllium bekannt) zu sich nahmen.

Dramatische Besserung mit Flohsamen
Nach 12 Wochen hatten sich bei den Probanden die Beschwerden mit Flohsamen um 90 Prozent verringert, mit der Kleie um 58 Prozent und mit dem Reismehl immerhin noch um 49 Prozent. Angesichts dieser Zahlen muss allerdings auch bedacht werden, dass oftmals die für den Reizdarm typischen Beschwerden von selbst verschwinden, wenn Hektik, Stress und andere Belastungen nachlassen. Auch die 58 Prozent Verbesserung mit Kleie klingen zunächst beeindruckend, doch wurde dieser „Ballaststoff“ seinem Namen in zweifacher Hinsicht gerecht: Viele Studienteilnehmer vertrugen die Kleie nicht und ihre Beschwerden verschlechterten sich sogar. Nur 56 Prozent der „Kleie-Esser“ blieben bis zum Ende der dreimonatigen Versuchszeit dabei. Mit Reismehl waren es 60 Prozent und mit Flohsamen hielten 64 Prozent durch.

Lösliche Pflanzenfasern sind demnach beim Reizdarmsyndrom wirksamer als unlösliche. Zwar sind lösliche Pflanzenfasern auch in Obst wie zum Beispiel in Äpfeln und Erdbeeren sowie in Gerste und Hafer enthalten. Es ist jedoch unwahrscheinlich, dass Menschen mit Reizdarmsyndrom mit diesen Nahrungsmitteln genug lösliche Pflanzenfasern aufnehmen, sagte einer der beteiligten Forscher, Dr. Niek de Wit. „Ich denke, am Anfang ist die beste Behandlung der Zusatz von Flohsamen zur Nahrung“.

Reizlinderung durch Schleimstoffe
Die Pflanzenteile entwickeln Schleimstoffe, die sich beruhigend auf die Magen-Darmwände legen und sogar entzündlichen Prozessen entgegenwirken können. So machen sie den Darminhalt gleitfähiger und haben daher sogar bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa eine unterstützende Wirkung.

Durch die einzigartige Wirkungsweise von Flohsamenschalen (z. B. in Flosine® Balance, rezeptfrei Apotheke) können Reizdarmbeschwerden und die Verdauung dauerhaft wieder in Balance gebracht werden. Durch die besonders gute Verträglichkeit dieses Naturprodukts, können Flohsamen auch langfristig eingenommen werden.

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* Quelle: Bijkerk CJ et al. Soluble or insoluble fibre in irritable bowel syndrome in primary care? Randomised placebo controled trial. BMJ 2009; 339:b3154 doi:10.1136/bmj.b3154


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