Gesundheit, Wellness, Medizin

Den Begriff Moorbad haben wir mit Überlegung in unser Therapielexikon gestellt, weil Moorbreibäder nicht zuhause angewendet werden können, sondern Bestandteil einer Kur sind und nur nach vorheriger Abklärung vom Arzt verordnet werden sollten.

Moorbreibäder, wie sie in den Kurorten – in der Regel mit örtlichem Moor – verabreicht werden, sind ein stark wirksames Stimulans für den gesamten Organismus. Anregend können sie auch als einzelnes Bad wirken. Aber nur im Rahmen einer dreiwöchigen Kur mit drei Anwendungen je Woche, kann ein gezielter therapeutischer Effekt erzielt werden.

Ein Moorbreibad stellt für den Organismus ein völlig ungewohntes Umgebungsmilieu dar. Durch den Auftrieb des Bademoores entsteht ein Zustand der 5chwerelosigkeit! der den Bewegungsapparat entiastet und den Spannungszustand der Muskulatur verringert. Dadurch wird die Bewegungsfähigkeit des Patienten gefördert. Der hydrostatische Druck verlagert das Blut aus den venösen Randgebieten in den Oberkörper (700 ml in wenigen Sekunden). Die Herztätigkeit wird angeregt, weshalb diese Anwendung für Patienten mit Herzinsuffizienz (Herzschwäche) ungeeignet ist. Die Abkühldauer des Moorbreibades ist um das 15fache geringer als die von Wasser! Dem Körperkern wird die 7-fache Wärmemenge gegenüber einem : Wasserbad von gleicher Ausgangstemperatur auf angenehme Weise zugeführt. in Moorheilbädern wird das Moor meist frisch gestochen und kommt vom Moorstich direkt in die Wanne.

Aus der langen Liste der für Moorkuren angezeigten Indikationen, können wir hier nur die Wichtigsten anführen:

> Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapprates und der Nerven:
¢ Chronisch entzündliche und/oder degenerative Gelenkerkrankungen Chronische Formen des Weichteilrheumas (z.B. Fibromyalgie)
¢ Gelenk- und Wirbelbeschwerden durch Stoffwechselerkrankungen (z.B. Gicht)
¢ Nachbehandlung und Rehabilitation nach Unfällen, Verletzungen, Operationen Skeletterkrankungen mit rheumatischen Beschwerden (z.B. Osteoporose)
¢ Ischias
¢ Morbus Bechterew

> Frauenleiden
¢ Chronische Erkrankungen des kleinen Beckens
¢ Zyklusstörungen, prämenstruelle Beschwerden
¢ Entwicklungsstörungen, z.B zu kleine Gebärmutter, Regelmässige Fehlgeburten, Entzündungen und Verklebungen nach Operationen
¢ Frühklimakterium / klimakterische Beschwerden
¢ Sterilität, Infertilität

> Erkrankungen der Haut
¢ Schuppenflechte (Psoriasis)
¢ Neurodermitis
¢ Akne, Talgdrüsenüberfunktion (Seborrhoe) Juckreiz (Urticaria)

> Magen-, Darm-, Leber- und Gallenwegserkrankungen, Stoffwechselstörungen
¢ Reizmagen und andere Funktionsstörungen, chronische Gastritis und/oder Zwölffingerdarmgeschwüre
¢ Reha und Nachhehandlung nach Magenoperationen
¢ Funktionsstörungen der Bauchspeicheldrüse und der Gallenblase (auch nach Operation)
¢ Dünndarmstörungen (Durchfälle, Verdauungsbeschwerden)
¢ Dickdarmerkrankungen wie Reizdarm, chronische Verstopfung, Divertikulose, Morbus Crohn (in der Remissionsphase); Hämorrhoiden
¢ Lebererkrankungen
¢ Stoffwechselerkrankungen wie Adipositas, Fettstoffwechselstörungen, Diabetes, Gicht

> Erkrankungen im Kindesalter
¢ Entwicklungsstörungen
¢ Chronische Atemwegserkrankungen
¢ Asthma
¢ Funktionelle Kreislaufstörungen
¢ Verzögerte Rekonvaleszenz
¢ Vorbeugung

> Erkrankungen der asbleitenden Harnwege
¢ Rezidivierende (immer wiederkehrende) chronische Entzündungen der Niere und der ableitenden Harnwege (Nierenbeckenentzündung, Blasenentzündung, Prostataentzündung) Störungen der Harnentleerung (Restharnbildung, Reizblase, Zystitis) Unfreiwilliger Urinabgang (Inkontinenz)
¢ Rezidivierende Nierensteinbildung Reha und AHB (Anschlussheilbehandlung) nach urologischen Operationen

> Erkrankungen der Atemwege
¢ Chronisch unspezifische Erkrankungen (Rhinitis, Sinusitis, Pharyngitis, Laryngitis) Dysphonie (als Zusatzbehandlung neben der Logopädie)

¢ Chronische Erkrankungen der unteren Luftwege (Bronchitis, Emphysem, allergisches und nicht-allergisches Asthma, Bronchiektasien) Anschlussheilbehandlung und Rehabilitation

> Herz-, Gefäss-, Kreislauferkrankungen
¢ Bluthochdruck (leichte Stadien)
¢ Niedriger Blutdruck
¢ Herzkrankheiten (KHK, Hl – leichte Stadien)
¢ Arterien- und Venenerkrankungen
¢ Ausschaltung von Risikofaktoren (Blutfett-, Blutzucker-, Stoffwechselstorungen)
¢ Rehabilitation und Sekundär-Pravention
(Verhindern des nochmaligen Auftretens)
¢ Nachbehandlung / Anschlussheilbehandlung

Diese Diagnosen des Arztes können können Grundlage zur Beantragung einer Kur sein.

Weitere Infos finden Sie hier …


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