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Regelmäßige Einnahme könnte Sterbezahlen um 25 Prozent reduzieren

Eine kleine Dosis Aspirin täglich senkt das Risiko, an einer Reihe von verbreiteten Krebsarten zu sterben deutlich. Zu diesem Ergebnis sind Forscher der University of Oxford http://www.ox.ac.uk gekommen. Laut dem Team um Peter Rothwell könnte die Einnahme die Sterbezahlen um mindestens ein Fünftel senken.

Es ist bereits bekannt, dass Aspirin das Risiko von Herz- und Schlaganfällen bei Menschen mit einem erhöhten Risiko verringern kann. Es wird jedoch angenommen, dass der Schutz bei kardiovaskulären Erkrankungen bei Erwachsenen zu gering ist und das Medikament das Risiko von Blutungen im Magen und Darm erhöht.

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Die aktuelle Studie zeigt, dass beim Abwägen der Risiken und Vorteile auch der Schutz gegen Krebs berücksichtigt werden sollte. Patienten, die Aspirin einnahmen, verfügten über ein um 25 Prozent geringeres Risiko innerhalb der Laufzeit der Studie an Krebs zu sterben. Zusätzlich verringerten sich die allgemeinen Sterberaten im Vergleich mit Patienten ohne Aspirin um zehn Prozent.

Die Behandlung mit Aspirin dauerte zwischen vier und acht Jahren. Die Langezeitbeobachtung von rund 12.500 Patienten ergab, dass der schützende Effekt bei Frauen und Männern rund 20 Jahre lang anhielt. Rothwell erklärte, dass die Studienergebnisse die Reduktion der Sterbezahlen durch eine langfristige Behandlung auch unterschätzen könnten.

Das Risiko, an Krebs zu sterben, verringerte sich im Verlauf von 20 Jahren um mindestens 20 Prozent. Bei Darmkrebs senkte sich das Risiko um 40 Prozent, bei Lungenkrebs um 30 Prozent, bei Prostatakrebs um zehn Prozent und bei Speiseröhrenkrebs um 60 Prozent. Die Auswirkungen bei Bauchspeicheldrüse, Magen und Gehirn waren aufgrund der geringeren Sterbezahlen schwer zu quantifizieren. Für eine Aussage über Brustkrebs oder Eierstockkrebs lagen ebenfalls keine ausreichenden Daten vor.

Tägiche Dosis von 75 Milligramm

Die Autoren gehen davon aus, dass für gesicherte Aussagen nicht genug Frauen an den Tests teilgenommen haben. Großangelegte Studien zur Untersuchung der Auswirkungen bei diesen Krebsarten sind in Vorbereitung. Rothwell betont, dass er gesunde Menschen mittleren Alters nicht dazu aufrufe, sofort mit der Einnahme von Aspirin zu beginnen. Es könne jedoch eine Überlegung wert sein. Laut Studie ist eine tägliche Dosis von 75 Milligramm ausreichend. Das ideale Alter, mit der Einnahme zu beginnen, liege zwischen 45 und 50 Jahren. Eingenommen werden sollte das Medikament für einen Zeitraum von rund 25 Jahren.

Für die in The Lancet http://www.thelancet.com/journals/lancet/article/PIIS0140-6736(10)62110-1/abstract veröffentlichte Studie wurden die Daten von rund 25.000 Patienten ausgewertet, die zum Großteil aus Großbritannien stammten. Experten wie Peter Elwood von der Cardiff University erklärten laut BBC, dass die Vorteile der Einnahme häufig die Risiken wie Blutungen ausglichen.


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