Gesundheit, Wellness, Medizin

Bewegung und Schlaf sind wichtig im Kampf gegen die Pfunde

Forscher aus Kanada haben herausgefunden, dass es einen Zusammenhang zwischen zu wenig Schlaf und Übergewicht gibt. Für ihre Studie untersuchten die Wissenschaftler 422 Grundschüler im Alter von fünf bis zehn Jahren. Die Forscher kamen zu dem Ergebnis, dass bei Kindern, die weniger als zehn Stunden pro Nacht schlafen, die Wahrscheinlichkeit übergewichtig zu sein, dreieinhalb mal so hoch ist wie bei Kindern, die jede Nacht zwölf Stunden oder länger schlafen.

Neben Gewicht und Schlafverhalten der Kinder analysierten die Forscher auch Gewicht und Bildungsniveau der Eltern und das Einkommen der Familie. Zudem untersuchten sie, wie lange die Kinder täglich vor dem Fernseher oder PC sitzen und ob sie regelmässig Sport ausüben. Keiner der analysierten Faktoren hatte auf die Möglichkeit des Übergewichts einen so grossen Einfluss wie die Schlafdauer, fanden die Forscher heraus.

Die Wissenschaftler vermuten, dass der Grund für den Zusammenhang zwischen Schlafdauer und Übergewicht in der Hormonproduktion liegt. „Zu wenig Schlaf senkt den Spiegel von Leptin, das ist ein Hormon, das den Stoffwechsel anregt und Hungergefühle unterdrückt“, erklärt Angelo Tremblay von der kanadischen Université Laval http://www.ulaval.ca . „Dagegen fördern kurze Nächte die Konzentration von Ghrelin, ein Hormon, das den Appetit anregt.“ Sie seien sich der Ironie, das ausgerechnet das bewegungslose schlafen einen so grossen Einfluss auf das Gewicht hat, durchaus bewusst, so Tremblay weiter.

Silke Restemeyer von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung http://www.dge.de kann sich einen Zusammenhang zwischen Schlafdauer und Gewicht gut vorstellen, sie weist jedoch darauf hin, dass bei Übergewicht immer mehrere Faktoren eine Rolle spielen. „Es gibt keine ultimative Antwort auf die Ursache von Übergewicht“, so die Ernährungsexpertin. „Wichtigster Punkt ist, dass über die Nahrung nicht mehr Energie aufgenommen werden darf, als man verbraucht. Zu viel Fett und zu wenig Obst und Gemüse sind die häufigsten Erklärungen. Daneben spielen aber auch andere Faktoren eine Rolle, etwa die genetische Veranlagung oder ob man als Kind gestillt wurde.“ Generell reiche es aber nicht, einfach weniger zu essen, um abzunehmen. „Regelmässige Bewegung und ausreichend Schlaf gehören zur Gewichtsabnahme dazu“, so Restemeyer.

In vielen europäischen Ländern sind 15 bis 20 Prozent der Kinder und Jugendlichen übergewichtig, in Südeuropa sogar mehr als 30 Prozent. Weltweit verdoppelte sich die Zahl der Übergewichtigen zwischen 1960 und 2000. Die durchschnittliche Schlafdauer pro Nacht verringerte sich im selben Zeitraum um zwei Stunden und die Zahl der Jugendlichen, die pro Nacht weniger als sieben Stunden schlafen, stieg von 16 Prozent auf 37 Prozent, so die Wissenschaftler aus Kanada. „Meine Empfehlung gegen Übergewicht bei Kindern ist, sie für mehr Bewegung zu begeistern und darauf zu achten, dass sie genug schlafen“, erklärt Tremblay abschliessend.

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Forscher aus Kanada haben herausgefunden, dass es einen Zusammenhang zwischen zu wenig Schlaf und Übergewicht gibt. Für ihre Studie untersuchten die Wissenschaftler 422 Grundschüler im Alter von fünf bis zehn Jahren. Die Forscher kamen zu dem Ergebnis, dass bei Kindern, die weniger als zehn Stunden pro Nacht schlafen, die Wahrscheinlichkeit übergewichtig zu sein, dreieinhalb mal so hoch ist wie bei Kindern, die jede Nacht zwölf Stunden oder länger schlafen.

Neben Gewicht und Schlafverhalten der Kinder analysierten die Forscher auch Gewicht und Bildungsniveau der Eltern und das Einkommen der Familie. Zudem untersuchten sie, wie lange die Kinder täglich vor dem Fernseher oder PC sitzen und ob sie regelmässig Sport ausüben. Keiner der analysierten Faktoren hatte auf die Möglichkeit des Übergewichts einen so grossen Einfluss wie die Schlafdauer, fanden die Forscher heraus.

Die Wissenschaftler vermuten, dass der Grund für den Zusammenhang zwischen Schlafdauer und Übergewicht in der Hormonproduktion liegt. „Zu wenig Schlaf senkt den Spiegel von Leptin, das ist ein Hormon, das den Stoffwechsel anregt und Hungergefühle unterdrückt“, erklärt Angelo Tremblay von der kanadischen Université Laval http://www.ulaval.ca . „Dagegen fördern kurze Nächte die Konzentration von Ghrelin, ein Hormon, das den Appetit anregt.“ Sie seien sich der Ironie, das ausgerechnet das bewegungslose schlafen einen so grossen Einfluss auf das Gewicht hat, durchaus bewusst, so Tremblay weiter.

Silke Restemeyer von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung http://www.dge.de kann sich einen Zusammenhang zwischen Schlafdauer und Gewicht gut vorstellen, sie weist jedoch darauf hin, dass bei Übergewicht immer mehrere Faktoren eine Rolle spielen. „Es gibt keine ultimative Antwort auf die Ursache von Übergewicht“, so die Ernährungsexpertin. „Wichtigster Punkt ist, dass über die Nahrung nicht mehr Energie aufgenommen werden darf, als man verbraucht. Zu viel Fett und zu wenig Obst und Gemüse sind die häufigsten Erklärungen. Daneben spielen aber auch andere Faktoren eine Rolle, etwa die genetische Veranlagung oder ob man als Kind gestillt wurde.“ Generell reiche es aber nicht, einfach weniger zu essen, um abzunehmen. „Regelmässige Bewegung und ausreichend Schlaf gehören zur Gewichtsabnahme dazu“, so Restemeyer.

In vielen europäischen Ländern sind 15 bis 20 Prozent der Kinder und Jugendlichen übergewichtig, in Südeuropa sogar mehr als 30 Prozent. Weltweit verdoppelte sich die Zahl der Übergewichtigen zwischen 1960 und 2000. Die durchschnittliche Schlafdauer pro Nacht verringerte sich im selben Zeitraum um zwei Stunden und die Zahl der Jugendlichen, die pro Nacht weniger als sieben Stunden schlafen, stieg von 16 Prozent auf 37 Prozent, so die Wissenschaftler aus Kanada. „Meine Empfehlung gegen Übergewicht bei Kindern ist, sie für mehr Bewegung zu begeistern und darauf zu achten, dass sie genug schlafen“, erklärt Tremblay abschliessend.

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