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Neues Medikament agiert nicht auf Insulin- sondern auf Muskelzellbasis

Stockholm (pte/18.04.2005/14:05) – Schwedischen Forschern ist es gelungen einen Wirkstoff zu entwickeln, der zu neuen Behandlungsmethoden von Typ 2 Diabetes führen könnte. Denn das Medikament wirkt auf bestimmte Rezeptoren in den Muskelzellen ein und steigert die Stoffwechselprozesse und die Absorption von Glukose. Durch diese Wirkungsweise ermöglicht das Präparat eine effektive Behandlung von bereits insulinresistenten Patienten. Zu diesem Ergebnis kommt eine von der EU subventionierte Studie des schwedischen Karolinska Institutet http://info.ki.se/index_en.html. Die Forscher hoffen nun auf die baldige Entwicklung eines wirksamen Medikaments gegen die in westlichen Ländern durch die kalorienreiche und ungesunde Ernährungsweise immer mehr um sich greifende Zivilisationskrankheit.
Typ 2 Diabetes ist eine klinische Erkrankung, die durch Störungen beim Zucker- und Fettstoffwechsel und bei der Produktion und der physiologischen Reaktion von Insulin gekennzeichnet ist. Dadurch kommt es zu einer reduzierten Absorption von Zucker in die Zellen, die das Körperfett- und Muskelgewebe formen. Die Forscher untersuchten die so genannten PFAARä (Peroxisome Profilerators-Activated Delta Receptors)-Rezeptoren, die für die Regulierung des Zellstoffwechsels und die Energieproduktion verantwortlich sind. Sie kultivierten in vitro Muskelgewebe und konnten beweisen, dass durch die Behandlung mit den Wirkstoffen GW501516 und GW0742 die Absorption von Zucker in den Muskelzellen gesteigert werden konnte. Die Forscher stellten zudem fest, dass das Medikament durch die zusätzliche Blockade von speziellen Zellprozessen ähnliche Effekte wie Sport hatte.
„Unsere Entdeckungen sind insofern von grosser Bedeutung, als viele Patienten durch diese Krankheit eine Insulinresistenz entwickeln und nicht mehr auf Behandlungen ansprechen“, erklärte Studienleiterin Anna Krook. „Das von uns entwickelte PFAARä-Medikament hat einen direkten Einfluss auf die Muskelzellen und agiert unabhängig vom Insulin-Stoffwechsel. Eine mögliche Ineffizienz des Medikaments aufgrund der Insulinabstumpfung des Patienten ist somit nicht gegeben“, resümierte die Expertin. Die Forscher planen nun das Medikament auch an Patienten zu testen.

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