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Der Hauptbestandteil aus grünem Tee verhindert die Bindung des HI-Virus an menschliche T-Zellen. Diese Anlagerung an die Zellen des Immunsystems ist die erste Stufe der Krankheit. Das berichten japanische Forscher im Journal of Allergy and Clinical Immunology (Ausgabe vom 10. November).

Grüner Tee wird aus den Blättern des Teestrauchs Camellia sinensis gewonnen. Er enthält grosse Mengen Epigallocatechin-Gallat (EGCG). Diese Substanz blockiert die Verknüpfung des HIV-Glykohüllproteins mit CD4-Molekülen in menschlichen T-Zellen, zeigten Kuzushige Kawai von der Universität Tokio und seine Mitarbeiter in Laborstudien. CD4 dient als Angriffsziel für HIV und spielt eine wichtige Rolle bei der Infektion.

Dieses Ergebnis wollen Forscher der Baylor-Universität für Medizin in Houston und der Universität Sheffield bestätigen. Dazu analysieren die Wissenschaftler mit speziellen Computersimulationen die Bindungseffekte von EGCG mit CD4. Ziel ist, den genauen Bindungspunkt am CD4-Molekül zu lokalisieren und diesen mit dem des HIV-Glykohüllproteins zu vergleichen. „Damit liesse sich das aufregende Ergebnis von Kuwai erklären“, sagte Shearer von Baylor-Universität.

Mithilfe der Ergebnisse könnte ein neues Medikament gegen die HIV-Infektion entwickelt werden. Grüner Tee an sich kann die HIV-Infektion nicht bekämpfen, da die Menge von EGCG im Tee zu gering ist.

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