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Die Gehirne von Männern und Frauen reagieren offensichtlich völlig unterschiedlich auf Verletzungen: Bei Sauerstoffmangel, einer typischen Begleiterscheinung vieler Hirnschädigungen, sterben männliche Gehirnzellen anders als weibliche. Das haben amerikanische Wissenschaftler an Nervenzellen männlicher und weiblicher Ratten im Labor festgestellt. Sollte sich ein ähnlicher Effekt auch beim Menschen zeigen, müssten Männer und Frauen bei Sauerstoffmangel im Gehirn, beispielsweise nach einem Schlaganfall, einem Herzinfarkt oder einem Erstickungsanfall, unterschiedlich behandelt werden. Über die Ergebnisse des Forscherteams um Robert Clark vom Kinderkrankenhaus in Pittsburgh berichtet der Online-Dienst des Fachmagazins „Nature“.

Die Wissenschaftler hatten den kultivierten Zellen den Sauerstoff entzogen und untersucht, wie sich die Mengen bestimmter Substanzen in der Zelle dadurch veränderten. Besonderes Augenmerk richteten die Forscher dabei auf die so genannten Antioxidantien, die der Zelle unter anderem zur Verteidigung gegen Sauerstoffmangel dienen. Obwohl sowohl die männlichen als auch die weiblichen Nervenzellen als Folge des Sauerstoffmangels starben, schienen sich vor dem Tod völlig unterschiedliche Vorgänge innerhalb der Zellen abzuspielen. So sank beispielsweise die Konzentration von Glutathion, einem zentralen Antioxidans, in den männlichen Zellen um mehr als 80 Prozent ab, während sie in den weiblichen Zellen konstant blieb.

Diese Ergebnisse zeigen nach Ansicht von Clark und seinen Kollegen, dass die Notfallbehandlung von Gehirnverletzungen völlig neu überdacht werden muss: Während bei Männern die Gehirnzellen beispielsweise durch den Wirkstoff N-Acetylcystein, durch den der Glutathion-Level aufrecht erhalten wird, vor dem Tod geschützt werden könnten, hätte diese Behandlung bei Frauen wahrscheinlich überhaupt keinen Effekt. Doch auch für die Forschung ist die Entdeckung von entscheidender Bedeutung, da für viele Untersuchungen bislang standardmässig die Zellen männlicher Tiere verwendet werden. Die Ergebnisse von Clark und seinen Kollegen zeigen nun, dass die aus solchen Experimenten gewonnenen Erkenntnisse nicht unbesehen auf den weiblichen Organismus übertragen werden dürfen.

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