Gesundheit, Wellness, Medizin

Dauerhafte Belastungen am Arbeitsplatz, in der Familie oder in der Partnerschaft sind typische Stressauslöser. Allerdings werden nur etwa 20 – 25 Prozent der Menschen, die solch einen Stress erleben, davon wirklich körperlich krank. Warum nur manche Menschen von Stress krank werden, andere aber nicht, untersucht derzeit ein DFG-Projekt am Forschungszentrum für Psychobiologie und Psychosomatik an der Universität Trier. Das Forschungsteam unter Leitung von Dirk Hellhammer sieht des Rätsels Lösung in einer zu niedrigen Menge an Cortisol, einem Hormon, das von der Nebennierenrinde produziert wird.

Menschen mit generell niedrigen Cortisolspiegeln können bei Belastung nicht ausreichende Mengen des Hormons mobilisieren. Dadurch kommt es zu einem Anstieg verschiedener zellulärer Botenstoffe, die Müdigkeit, Schmerzen und Stressempfindlichkeit auslösen können. Im Extremfall kann es zum Chronischen Erschöpfungssysndrom, zur Fibromyalgie (Krankheitsbild, das sich durch chronische, generalisierte Schmerzen im Bereich der Muskulatur, des Bindegewebes und der Knochen äussert) und zu Posttraumatischen Belastungsstörungen kommen.

Ob ein niedriger Cortisolspiegel angeboren oder erworben ist, wird nun bei Zwillingen und in molekulargenetischen Untersuchungen überprüft. Weitere Untersuchungen sollen zeigen, ob eine im Stresslabor herbeigeführte zu hohe oder zu niedrige Freisetzung von Cortisol einen Risikofaktor darstellt. Die Trierer Forscher konnten bereits zeigen, dass bei Patienten mit Allergien, Neurodermitis und Asthma eine deutlich niedrigere Cortisolreaktion zu beobachten ist. Andere Arbeitsgruppen haben dagegen in Tierexperimenten beobachtet, dass sich bei chronischem Stress auch die Cortisolwerte erhöhen können. Diese Tiere entwickeln dann eine Zunahme von Fettgewebe, Bluthochdruck und eine erhöhte Insulinresistenz. Kurz, sie entwickeln die Störungen des Stoffwechsels, die beim Menschen als „Metabolisches Syndrom“ bekannt sind, die wohl bedeutendste Zivilisationserkrankung.

Die Wissenschaftler vom Trierer Forschungszentrum hoffen, dass die Aufklärung psychologischer und biologischer Mechanismen stressbezogener Erkrankungen schon bald zu einer Entwicklung von neuen Therapieverfahren führen wird. Diese werden vermutlich zumeist eine Kombination aus psychotherapeutischer und medikamentöser Behandlung sein.

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