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Durch Diabetes verursachte Nervenschäden können dank einer Behandlung mit dem Wachstumsfaktor IGF-I wieder behoben werden.

60 Prozent der Diabetiker leiden an Störungen im peripheren Nervensystem, was sich durch Taubheit in den Gliedmassen äussert. Oft ist auch das autonome Nervensystem gestört, das den Blutdruck und die Darmbewegungen unterbewusst steuert.

Nervenzellen und ihre Ausläufer, die sogenannten Axone, reagieren sehr empfindlich auf erhöhte Konzentrationen des Blutzuckers Glukose, wie sie bei Diabetes auftreten. Die Nerven bilden unter diesen Bedingungen an ihren Enden kleine Verdickungen, die die Weiterleitung der Nervenimpulse stören und so die neurologischen Ausfälle verursachen.

Robert Schmidt von der Washington University School of Medicine in St. Louis leitete eine Untersuchung zur Wirksamkeit des Insulin-ähnlichen Wachstumsfaktors IGF-I bei der Behandlung solcher Nervenschäden. Die Wissenschaftler verabreichten Ratten, die an Diabetes erkrankt waren, über einen Zeitraum von zwei Monaten täglich eine Injektion IGF-I. Danach verglichen sie das Nervengewebe dieser Tiere mit dem einer unbehandelten Kontrollgruppe. Die behandelten Tiere hatten 80 Prozent weniger und deutlich schwächere Verdickungen an den Nervenenden.

Schmidt betont, dass der Wachstumsfaktor nicht zur Therapie von Diabetes dient, weil er den Blutzuckerspiegel nicht beeinflusst. Mit weiteren Experimenten soll nun geklärt werden, welche molekularen Mechanismen durch IGF-I zur Verbesserung des Zustands gestresster Nervenzellen führen.

Mediziner prüfen bereits in ersten klinischen Studien, ob IGF-I auch zur Behandlung von anderen neurodegenerativen Erkrankungen geeignet ist.

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