Gesundheit, Wellness, Medizin

Wenn sich Menschen mit Alzheimer verirren, liegt das nicht nur am kranken Gedächtnis: Offenbar sind bei den Patienten auch Hirnregionen betroffen, die unbewusst die Eigenbewegungen einer Person im Raum auswerten und koordinieren. Das ist auch der Grund, warum Menschen mit einer milden Form von Alzheimer beim Autofahren Schwierigkeiten haben, in der Spur zu bleiben, behaupten die Neurologen Charles Duffy und Laura Cushman im Fachmagazin „Cerebral Cortex“.

Die Autoren haben Fahrtests mit Alzheimer-Patienten gemacht, die bei kognitiven Prüfungen noch hinreichend gut abgeschnitten hatten, um als sichere Fahrer zu gelten. Die Patienten hatten trotzdem Schwierigkeiten, die Bewegung des eigenen Fahrzeugs einzuschätzen.

Duffy hatte bereits vor drei Jahren in einer vergleichenden Studie festgestellt, dass bei Alzheimer-Patienten auch Hirnregionen betroffen sind, die zur Selbstverortung eines Menschen in der Umgebung beitragen. Die Fahrschwierigkeiten der Betroffenen führt er nun ebenfalls auf diesen Umstand zurück. Allerdings hält er weitere Studien für nötig, um die These zu erhärten.

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