Therapeutischer Einsatz von Cannabis bei Patienten mit Morbus Crohn

Chronisch entzündliche Darmerkrankungen (Morbus Crohn; Colitis ulzerosa) sind relativ häufige Erkrankungen, die mit belastenden Symptomen für die Patienten einhergehen und oftmals einen langjährigen, chronischen Krankheitsverlauf nehmen. Während für milde Verlaufsformen ausgezeichnete Medikamente zur Verfügung stehen, ist für die Behandlung der chronischen und teilweise komplizierten Verlaufsformen das therapeutische Arsenal beschränkt. Viele der betroffenen Patienten können bisher nur unbefriedigend behandelt werden.

Auf der Suche nach neuen Therapiemöglichkeiten untersucht nun die Medizinische Klinik II des Klinikums der Universität München am Standort Grosshadern im Rahmen einer Studie die Wirksamkeit eines Cannabispräparats bei Patienten mit chronischem Morbus Crohn. Hintergrund des neuartigen Therapieversuchs sind einmal zahlreiche Berichten von Betroffenen, die Cannabinoide eigenmächtig konsumieren und damit ihre Beschwerden lindern konnten. Ausserdem gibt es ermutigende tierexperimentelle Untersuchungen, die von Forschern des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie in München und der Medizinischen Klinik II veröffentlicht wurden. Diese Tierversuche weisen darauf hin, dass Cannabis bei der Behandlung von Entzündungen im Darm eine hilfreiche Option sein könnte.

Die Studie läuft ab Januar 2005 über die Ambulanz für chronisch entzündliche Darmerkrankungen der Klinik (Dr. Martin Storr; Dr. Thomas Ochsenkühn). Dort werden Patienten mit einem mittelschweren Schub eines chronisch wiederkehrenden Morbus Crohn in die Studie aufgenommen.

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