Gesundheit, Wellness, Medizin

Erhalten Kinder in den ersten sechs Lebensmonaten Antibiotika, entwickeln sie bis zum siebten Lebensjahr häufiger Allergien und Asthma. Das berichten amerikanische Mediziner auf einem Fachkongress in Wien. Tiere im Haushalt schienen das Erkrankungsrisiko dagegen zu senken.

„Ich schlage nicht vor, dass Kinder keine Antibiotika erhalten sollten“, betont Christine Cole Johnson vom Henry Ford Hospital in Detroit, die Leiterin der Studie. „Ich glaube jedoch, dass sie Kindern in einem solch jungen Alter mit mehr Sorgfalt verschrieben werden sollten.“ Häufig würden die Medikamente beispielsweise bei Viruserkrankungen wie Erkältung oder Grippe verschrieben, obwohl sie gegen Viren wirkungslos seien.

Johnson und ihre Kollegen verfolgten den Werdegang von 448 Kindern von der Geburt bis zum Alter von sieben Jahren. Insbesondere sammelten sie Daten über die Einnahme oraler Antibiotika, Allergietests sowie eventuelle Bestimmungen von Antikörpern im Blut und fahndeten im Umfeld der kleinen Studienteilnehmer nach Allergieauslösern. Schliesslich wurden die Kinder von einem Allergologen untersucht.

Fast jedes zweite Kind hatte in den ersten sechs Lebensmonaten Antibiotika bekommen, berichten die Forscher auf dem Kongress der European Respiratory Society. Im Alter von sieben Jahren waren Allergien bei diesen Kindern 1,5-mal, Asthma sogar 2,5-mal häufiger als bei jenen, die keine Antibiotika erhalten hatten. Lebten im Haushalt weniger als zwei Tiere, war das Risiko 1,7- bzw. 3fach erhöht. Auch die medizinische Geschichte der Mutter und die Stilldauer hatten einen Einfluss. Möglicherweise beeinflussen die Antibiotika den Verdauungstrakt und die Entwicklung des Immunsystems, vermutet Johnson.

Weitere Infos finden Sie hier …


Fairvital Bioaktive Vitalstoffe | Vitalstoffe & Gesundheitsprodukte online kaufen | Fairvital

Ähnliche Beiträge

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Time limit is exhausted. Please reload the CAPTCHA.