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Selbst leichte Fälle von Schilddrüsenunterfunktionen können die spätere Intelligenz des Kindes beeinträchtigen. Darauf deuten die Ergebnisse einer US-Studie hin, die das New England Journal of Medicine veröffentlicht hat. Sieben- bis neunjährige Kinder schnitten in Intelligenstests etwas schlechter ab als andere Kinder, wenn die Schilddrüsen ihrer Mütter während der Schwangerschaft nur mangelhaft gearbeitet haben und dies unbehandelt blieb. Wurde die Unterfunktion behandelt, erreichten die Kinder dieselben Testergebnisse wie Kinder gesunder Mütter.
Dies sei ein Hinweis, dass man den sogenannten „Hypothyroidismus“ während der Schwangerschaft ernst nehmen sollte, so Duane Alexander, vom National Institute of Child Health and Human Development (NICHD). Die Unterfunktion gehöre zu der Gruppe von korrigierbaren Umständen der Schwangerschaft, die die Langzeitgesundheit des Kindes beeinträchtigen können.
Das Institut förderte die Studie des Teams um Dr. James E. Haddow von der Foundation for Blood Research in Maine. Die Wissenschaftler untersuchten 25.216 gefrorenen Blutproben von Schwangeren zwischen Januar 1987 und März 1990. Dabei identifizierten sie 62 Mütter, die während der Schwangerschaft eine Schilddrüsenunterfunktion aufgewiesen hatten. Diese Kinder unterzog man, gemeinsam mit 124 Kindern einer Kontrollgruppe mit gesunden Müttern, einer Reihe von 15 psychologischen Tests. Geprüft wurden Intelligenz, Aufmerksamkeit, Sprachvermögen, Lese- und Schulprobleme sowie visuell-motorische Fähigkeiten. In allen Tests schnitten die Kinder aus hypothyroiden Schwangerschaften schlechter ab als die Kinder von gesunden Müttern. Im IQ-Test (Wechsler Intelligence Scale for Children) erzielten sie durchschnittlich vier Punkte weniger als die Kontrollgruppe, und bei rund 15 Prozent lag der IQ unter 85 – bei den „Kontroll-Kindern“ schnitten lediglich 5 Prozent so niedrig ab.
Nimmt man von den 62 betroffenen Müttern jene 14 heraus, deren Schilddrüsenunterfunktion während der Schwangerschaft erkannt und behandelt wurde, sinken die Ergebnisse noch einmal: Während die „behandelten“ Kinder ähnlich abschnitten wie jene aus der Kontrollgruppe, erzielten die „nichtbehandelten“ Kinder sieben Punkte weniger im IQ-Test, und bei 19 Prozent lag der IQ unter 85.
In den ersten 12 Wochen der Schwangerschaft, bevor die eigenen Schilddrüsen des Ungeborenen aktiv werden, ist die Mutter die einzige Quelle der Schilddrüsen-Hormone. Studien weisen darauf hin, dass diese Hormone in der Hirnentwicklung eine Rolle spielen. Rund drei Prozent der Frauen im gebärfähigen Alter entwickeln eine Schilddrüsenunterfunktion. Allerdings wird dies oft nicht erkannt, weil sie keine sichtbaren Anzeichen oder Symptome entwickeln. Im Bluttest lässt sich der Zustand jedoch leicht feststellen.

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