Gesundheit, Wellness, Medizin

US-amerikanische Forscher haben einen ungewöhnlichen Ansatz erprobt, um Migräne zu bekämpfen. Sie entfernten Muskeln in Stirn, Schläfe oder Nacken und konnten so die Schwere und Häufigkeit von Migräneattacken reduzieren.

Dr. Bahman Guyuron von der Zeeba Clinic in Cleveland, Ohio, USA, hat bei seinen Patienten eine interessante Entdeckung gemacht: Nach einer Behandlung mit Botulinum-Toxin zur Reduktion von Falten traten weniger Migräneattacken auf. Diese Substanz lähmt die Muskeln für eine begrenzte Zeit und sorgt so beispielsweise für eine faltenfreie Stirn. Guyuron ging der Sache auf den Grund und rekrutierte 100 Freiwillige, die durchschnittlich 15-mal im Monat Migräneattacken hatten. Der Forscher ging davon aus, dass Probleme im Bereich der Stirn, der Schläfen, des Nackens oder der Nase für die Beschwerden verantwortlich waren. In einigen Fällen traten Probleme in mehr als einer dieser Regionen auf. Um seine Vermutung zu bestätigen, lähmte Guyuron die Muskeln in jeweils einem der Bereiche, ausgenommen die Nase, mit Botox. Nach den Injektionen wurden die Patienten befragt, ob sie noch unter Kopfschmerzen litten. Traten weiterhin Kopfschmerzen auf, so vermutete der Forscher die Ursache in der Nasenregion. Diese Patienten unterzogen sich einer Operation, um die Nasenscheidewand zu begradigen. Bei anderen Patienten, bei denen Bereiche der Stirn, Schläfe oder des Nackens als Ursache für die Schmerzen ermittelt werden konnten, wurden die entsprechenden Muskeln operativ entfernt.

Ein Jahr nach dem Eingriff gaben neun von zehn Patienten an, dass sich ihr Zustand verbessert habe. Die Schwere der Anfälle habe sich halbiert und einige hatten sogar seither keinen Migräneanfall mehr. „Der Effekt von Botox ist zeitlich begrenzt. Wir hoffen daher, dass die Operationen einen langanhaltenden Effekt haben“, erläutert Dr. Guyuron seinen radikalen Ansatz.

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