Gesundheit, Wellness, Medizin

Ursache für eine der häufigsten chronischen Atemwegserkrankungen ist die Reaktion des Immunsystems auf Pilzsporen, berichten US-Wissenschaftler. Für die sogenannte Sinusitis ist damit der Weg zur ersten effektiven Behandlungsmethode frei, so David Sherris, Eugene Kern und Jens Ponikau von der Mayo Clinic.

Eine Chronische Nebenhöhlenentzündung, die über viele Wochen hin andauert, führt neben ständigem Schnupfen und Kopfschmerzen zu Polypen-Wachstum in den Atemwegen, die das Atmen behindern. „Bisher war
die Ursache für chronische Sinusitis unbekannt, und Pilz-Allergie wurde in weniger als zehn Prozent der Fälle damit in Verbindung gebracht“, so die Wissenschaftler. „Unsere Studie zeigt aber, dass wahrscheinlich Pilz die Ursache all dieser Probleme ist. Und es ist nicht eine allergische Reaktion, sondern eine Reaktion des Immunsystems.“

Mit modernen Testmethoden untersuchten die Mayo-Forscher die Schleimhäute von 210 Patienten, die an chronischer Nebenhöhlenentzündung litten. In 96 Prozent der Fälle fanden sich Spuren von Pilzen im Schleim, man identifizierte insgesamt 40 verschiedene Arten, bei im Durchschnitt 2,7 Arten pro Patient.

In einer Untergruppe von 101 Patienten, bei denen Nasenpolypen chirurgisch entfernt wurden, fanden die Wissenschaftler im Nasengewebe und Schleim fast immer Eosinophile, eine spezielle Art weisser Blutkörperchen, die vom Immunsystem aktiviert werden.

Diese Ergebnisse dokumentieren offenbar einen Krankheitsverlauf, bei dem das Immunsystem empfindlicher Menschen Eosinophile schickt, um Pilze zu attackieren. Diese Blutkörperchen allerdings irritieren die Nasenmembrane, so die Forscher, und solange die Pilzsporen in der Umgebung vorhanden sind, wird auch die Sinusitis anhalten.

Erstmals könne man statt der Symptome nun die Ursache behandeln. Weitere Forschung soll nun die ersten Erkenntnisse bestätigen und erste Wirkstoffe testen – wirksame Medikamente erwartet man allerdings frühestens in zwei Jahren auf dem Markt.

Weitere Infos finden Sie hier …


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Kommentare
2 Kommentare zu “Pilz schuld an chronischer Nebenhöhlenentzündung”
  1. Anita Cremer sagt:

    Der Artikel ist sehr interessant, da unsere Familie betroffen ist. Gibt es mittlerweile ein wirksames Medikament auf dem Markt?
    Viele liebe Grüße AC

  2. Verena Erni sagt:

    Da ich seit mehreren Jahren damit kämpfe, wäre ich über genauere Angaben zu diesem Medikament dankbar. Besten Dank. V.E.

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Ursache für eine der häufigsten chronischen Atemwegserkrankungen ist die Reaktion des Immunsystems auf Pilzsporen, berichten US-Wissenschaftler. Für die sogenannte Sinusitis ist damit der Weg zur ersten effektiven Behandlungsmethode frei, so David Sherris, Eugene Kern und Jens Ponikau von der Mayo Clinic.

Eine Chronische Nebenhöhlenentzündung, die über viele Wochen hin andauert, führt neben ständigem Schnupfen und Kopfschmerzen zu Polypen – Wachstum in den Atemwegen, die das Atmen behindern. „Bisher war die Ursache für chronische Sinusitis unbekannt, und Pilz – Allergie wurde in weniger als zehn Prozent der Fälle damit in Verbindung gebracht“, so die Wissenschaftler. „Unsere Studie zeigt aber, dass wahrscheinlich Pilz die Ursache all dieser Probleme ist. Und es ist nicht eine allergische Reaktion, sondern eine Reaktion des Immunsystems.“

Mit modernen Testmethoden untersuchten die Mayo – Forscher die Schleimhäute von 210 Patienten, die an chronischer Nebenhöhlenentzündung litten. In 96 Prozent der Fälle fanden sich Spuren von Pilzen im Schleim, man identifizierte insgesamt 40 verschiedene Arten, bei im Durchschnitt 2,7 Arten pro Patient.

In einer Untergruppe von 101 Patienten, bei denen Nasenpolypen chirurgisch entfernt wurden, fanden die Wissenschaftler im Nasengewebe und Schleim fast immer Eosinophile, eine spezielle Art weisser Blutkörperchen, die vom Immunsystem aktiviert werden.

Diese Ergebnisse dokumentieren offenbar einen Krankheitsverlauf, bei dem das Immunsystem empfindlicher Menschen Eosinophile schickt, um Pilze zu attackieren. Diese Blutkörperchen allerdings irritieren die Nasenmembrane, so die Forscher, und solange die Pilzsporen in der Umgebung vorhanden sind, wird auch die Sinusitis anhalten.

Erstmals könne man statt der Symptome nun die Ursache behandeln. Weitere Forschung soll nun die ersten Erkenntnisse bestätigen und erste Wirkstoffe testen – wirksame Medikamente erwartet man allerdings frühestens in zwei Jahren auf dem Markt.

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