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Die Parkinsonsche Krankheit kann nach einer Tierstudie möglicherweise durch Pestizide gefördert werden. Die Studie zeigt, dass ein weit verbreitetes Insektenvernichtungsmittel in niedriger Dosierung über längere Zeit bei Ratten die typischen Symptome der Parkinsonschen Krankheit auslöst. Dazu gehören Zittern und steife, stark eingeschränkte Bewegungen. Parkinson ist in Deutschland das am häufigsten vorkommende Nervenleiden. Die Krankheit trifft etwa ein Prozent der Bevölkerung im Alter über 60 Jahren.

Forscher wissen seit Jahren von einem Erbrisiko für Parkinson. Doch für die anderen so genannten sporadischen Fälle der Erkrankung, die nach Erkenntnis einiger Wissenschaftler gehäuft in ländlichen Gebieten auftreten, gab es bisher keine Erklärung. Um einen möglichen Zusammenhang aufzudecken, injizierte ein Team um Tim Greenamyre von der Emory Universität (US-Staat Georgia) Ratten mehrere Wochen lang das als relativ harmlos eingestufte organische Pestizid Rotenone in niedrigen Dosen. Das Ergebnis stellen die Forscher in der November- Ausgabe der Zeitschrift „Nature Neuroscience“ vom Montag vor.

Greenamyre und Kollegen beobachteten im Verlauf der Rotenone-Gabe bei den Ratten einen graduellen Verfall von Nervenzellen im Gehirn mit der Überträgersubstanz Dopamin. Ausserdem entwickelten die Tiere die gleichen mikroskopischen Eiweissablagerungen in der Substantia nigra im Mittelhirn, die von Alzheimer-Patienten bekannt sind. Die Forscher vermuten, dass das Pestizid die Produktion von so genannten freien Radikalen anregt, die oxidativen Schaden an Zellen verursachen und als Auslöser einer Reihe degenerativer Krankheiten verdächtigt werden.

Rotenone ist nach dem Bericht der US-Forscher ein bevorzugtes Pestizid, das auch Fische tötet und zur Regulierung von Gewässern eingesetzt wird. Die Studie beweise nicht, dass Rotenone auch bei Menschen zu der Parkinsonschen Krankheit führt, sagt das Team. Aber sie mahne zur Vorsicht beim Umgang mit dem Mittel und werfe ausserdem die Frage auf, ob Umweltgifte generell, Pestizide eingeschlossen, nicht doch auf Dauer bestimmte Krankheiten fördern.

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