Gesundheit, Wellness, Medizin

Wenn Schizophrenie-Patienten medikamentös behandelt werden, leidet oft das Gedächtnis. Jetzt wurde ein Medikament entwickelt, das sowohl bei dieser, wie auch bei altersbedingter Gedächtnisschwäche helfen könnte. Das Forscherteam um Patricia S. Goldman-Rakic von der Yale University School of Medicine veröffentlichte die Ergebnisse im Wissenschaftsjournal „Science“.

Die Wissenschaftler trainierten sechs Affen ein Jahr lang, bis sie 75 Prozent der ihnen gestellten Gedächtnisaufgaben lösen konnten. Doch nachdem den Tieren Haloperidol gegeben wurde, ein Psychopharmakon, das bei Schizophrenie verabreicht wird, zeigten fünf Affen deutliche Konzentrationsschwächen. Mit Hilfe des bisher noch nicht zugelassenen Medikamentes ABT 431 versuchten die Forscher, dem Gedächtnisschwund entgegen zu wirken.

Nach fünftägiger Behandlung und einer darauf folgenden zweiwöchigen Wartezeit lösten die Affen die Aufgaben wieder, trotz kontinuierlicher Einnahme von Haloperidol. In einigen Fällen hielt die Wirkung bis zu zwei Jahre lang an. „Eine kurze Behandlungsdauer mit einem langen Effekt“, sagte Goldman. Dieses Medikament könnte nach Meinung der Forscher auch bei altersbedingtem Gedächtnisschwund oder bei Erinnerungsschwierigkeiten im Zusammenhang mit der Parkinson-Krankheit nützlich sein.

Haloperidol wird bei Schizophrenie angewendet, um Rezeptoren im Gehirn, die zu empfindlich auf den Botenstoff Dopamin reagieren (sogenannte D2-Rezeptoren), abzuschirmen. Bei chronischer Blockade der D2-Rezeptoren nimmt aber auch die Aktivität weiterer Rezeptoren (D1-Rezeptoren) ab, wodurch sich das Erinnerungsvermögen verschlechtert. Das Medikament ABT 431 stimuliert die D1-Rezeptoren und könnte so auch das Erinnerungsvermögen fit halten.

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